Die Aufführung des Sacred Concert für Chor, Solo, Bigband und Stepptänzer von Duke Ellington am 15. Februar 2013 in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin ist ein Kooperationsprojekt der Universität der Künste Berlin, der Musikschule Leo Borchard Steglitz-Zehlendorf und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Zum Jazzchor BerlinVokal und dem Chor für populäre Musik an der UdK Berlin Vocal Groove Generation kamen seit Januar etwa 90 Projektsänger zu den Proben und Aufführungen hinzu.

Das Sacred Concert entstand, als Edward Kennedy „Duke“ Ellington (1899-1974) – einer der bedeutendsten amerikanischen Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts – 1963 darum gebeten wurde, ein geistliches Werk für die Einweihung der Grace Cathedral in San Francisco zu komponieren. Der 64-Jährige willigte gerne ein, hatte er doch mit zunehmendem Alter begonnen, sich mehr und mehr mit größeren musikalischen Formen zu beschäftigen und sich religiösen Themen zuzuwenden. Das First Sacred Concert, in dem Elemente aus Jazz, Klassik, Chormusik, Spiritual, Gospel, Blues und auch Tanz verschmelzen, erlebte seine Uraufführung am 16. September 1965, Ellington und sein Orchester tourten anschließend mit dem Werk durch die USA.

Markenzeichen des Komponisten war seit jeher, dass er seine Stücke den jeweils mitwirkenden Musikern auf den Leib schrieb, und so entstanden zwischen 1965 und 1973 zwei weitere Sacred Concerts, die in zahlreichen Kirchen in der ganzen Welt aufgeführt wurden. Die Høybye/Pedersen-Version entstand 1993 bei einem großen internationalen Workshop, für den zuerst kein Notenmaterial zur Verfügung stand. Der ursprünglich meist einstimmige Chorpart wurde dabei komplexer. Die hier aufgeführte Version enthält Material aus allen drei Sacred Concerts.

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