Das virtuose Handwerk des Geigenbaus knapp vierhundert Jahre nach Stradivari. Ein Blick in die Werkstätten der “Neuen Wiener Geigen”

Die Interessensgemeinschaft „Neue Wiener Geigen“ wurde nach einer Idee von Christoph Schachner ins Leben gerufen, um hochwertige neu gefertigte Instrumente dem professionellen Musiker wie auch dem interessierten Laien näher zubringen. So sollte verstärkt eine Alternative zu den mystifizierten, oft auch überbewerteten alten Instrumenten geschaffen werden. „Dadurch das Geigen oft wie eine Antiquität gehandelt werden, wurden sie auch zu einem Handelsgegenstand und ein Mythos entstand, der oft nicht nachvollziehbar ist. Dabei kostet eine neue Geige oft nur ein Viertel oder Fünftel von einer alten Geige ähnlicher Qualität“, erzählt Nupi Jenner von der Interessensgemeinschaft.Die Herstellung von Geigen ist ein komplexer, Erfahrung auch Fingerspitzengefühl verlangender handwerklicher Prozess. Das Wissen hinsichtlich der Auswahl des geeigneten Holzes für den Bau von Saiteninstrumenten ist über Generationen hinweg entstanden und entwickelt worden. Einfach gesprochen, die Decke ist häufig aus Fichte und Ahorn wird für die übrigen Teile verwendet. Kompliziert wird es dann, wenn es darum geht, die richtige Fichte für den Instrumentebau in einem Wald voller Bäume zu finden. Für größere Instrumente, wie für Cello und Bassgeige kommen auch noch Weide und Pappel in Frage, bei der Auswahl beim auf Instrumentenbau spezialisierten Holzhändler folgt jeder Instrumentenbauer dann seinen eigenen Vorlieben.

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