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Im Rahmen eines “Actionday” des Alerta Networks, eines Zusammenschlusses aus antifaschistischen Fangruppierungen, fokussieren wir das Thema Homophobie und wollen somit auf dieses immer noch relevante gesellschaftliche Problem aufmerksam machen. Neben Fans von Fortuna Düsseldorf, dem FC Sankt Pauli und weiteren Szenen in Europa schließen wir uns dem ausgerufenen Aktionstag an und wollen zeigen, dass Homophobie immer noch ein weit verbreitetes Problem in unserer Gesellschaft ist. Leider tritt dieses in Fußballstadien und allgemein in Sportvereinen ganz besonders häufig auf. So sind auf den Tribünen der Stadien Sprüche wie “Du schwule Sau”, Denunzierungen der gegnerischen Fans mit Sprechchören wie “Wir haben einen Hassgegner, das sind die schwulen Hamburger” oder einfach nur das Aufeinanderzeigen der beiden Zeigefinger, was den Geschlechtsakt homosexueller Männer symbolisieren soll, an der Tagesordnung. Dabei geht es meist darum, dem/der Gegner_in die vermeintliche “Männlichkeit” abzusprechen. Hier kristallisieren sich insbesondere die sogenannten Modeschimpfwörter “schwul”, “Schwuppe”, “Schwuchtel” oder “Tucke” heraus, obwohl diese einen klaren schwulenfeindlichen Hintergrund haben.

Auch im Karli sind solche Vorkommnisse, wenn mitunter auch unbewusst, nicht ausgeschlossen. So kam es beispielsweise erst am vergangenen Dienstag, am Rande der Nordkurve, zu schwulenfeindlichen Gesten in Richtung der Hansafans. Darüber hinaus ist unter anderem die Herabstufung des/der Gegner_in mit der Ausrufung des Begriffs “Lutscher, Lutscher” allgegenwertig. Ein homophober Hintergrund dieses Wortes und dieser Beleidigung ist hierbei nicht immer vordergründig im Bewusstsein des Senders. Dennoch sollte sich jede/r bewusst sein, welche diskriminierende oder beleidigende Auswirkung dies auf einen homosexuellen Menschen haben kann.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass zumindest Rassismus in vielen Kurven keinen Anklang mehr findet. An dieser Entwicklung gilt es festzuhalten, diese zu vertiefen und verschärfter gegen jede Art von Diskriminierung vorzugehen.

Es sollte auch in eurem Interesse sein, diskriminierungsfreie Räume zu schaffen, in denen sich jeder Mensch, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität, Religion oder eben auch der Sexualität bewegen kann.

Geht offensiv gegen diskriminierende Äußerungen, Verhaltensweisen und Gesten sowohl im Karli, als auch in eurem unmittelbaren Umfeld vor – einfach immer und überall!

Weil: Nur die Liebe zählt!

Filmstadt Inferno 1999 // Alerta Network

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