sirene Operntheater Wien 2011
choose subtitles!
TÜRKENKIND
Eine Kammeroper von Kristine Tornquist und Wolfram Wagner
nach der Erzählung Maria Theresias Türkenkind von Irène Montjoye
16. August 2011 | Schloss Reichenau an der Rax, Österreich
14., 16., 17., 20. September 2011 | Schlosstheater Schönbrunn, Wien
04., 05. Oktober 2012 | Ägyptische Staatsoper, Kairo
in Kooperation mit dem Österreichischen Kulturforum Kairo
Anna Maria von Mohrenheims wahre, abenteuerliche Lebensgeschichte beginnt am Schwarzen Meer mit dem Pesttod der Eltern. Sie ist in einem Alter, in dem sie weder weiss, wo sie lebt, noch wie alt sie ist oder welchem Volk oder welcher Religion sie angehört. Sie wird verschleppt und auf einem Schiff nach Constantinopel gebracht, wo sie als Sklavin teuer an einen wohlhabenden Kaufmann verschachert wird. Zwar wird sie gut behandelt, doch der Sohn des Hauses entwickelt sich für das heranwachsende Mädchen zum Problem. Es gelingt ihr, sich in das Kloster der Trinitarier zu flüchten, die gemäss der Satzung ihres Ordens Sklaven in der Türkei freikaufen. Ein türkischer Richter entscheidet nach einigen Turbulenzen sie freizulassen, die Patres zahlen das Lösegeld und nehmen sie nach Wien mit. Dort werden solcherart freigekaufte Sklaven in einem festlichen Umzug durch Wien geführt, vom Volk mit Geldgeschenken und Jubel begrüsst und in der Hofburg im Beisein der Kaiserin festlich bewirtet. Anna Maria, die jüngste Befreite, gefällt Maria Theresia so gut, dass sie das „Türkenkind" adoptiert, sie Anna Maria Regina taufen lässt, ihr eine Apanage aussetzt und lebenslang Kontakt hält. Anna Maria heiratet wenige Jahre später Johann Mohrenheim, der wie sie aus Constantinopel stammt und als Botschafter der Kaiserin weite Reisen ins Osmanische Reich und nach Rom unternimmt. Anna Maria stirbt 1803 als geachtete Frau und Mutter von vier Kindern. In heutigen Worten ist Anna Maria ein Flüchtling, eine Immigrantin und ein Beispiel optimaler Integration. Nach wie vor sind die Gründe für Migration Katastrophen, Kriege, Lebensgefahr in Diktaturen und Armut - und damit ist Asyl eine Frage des Überlebens und der Würde, muss ein Menschenrecht sein. Anders als es heutigen Immigranten in Österreich ergeht, wurde Anna Maria mit Grossherzigkeit, Freude und Offenheit aufgenommen.
Türkenkind. Nina Maria Edelmann (vormals Plangg)
Zwei Engel. Daniel Mavambu Biba. Anderson Pinheiro da Silva
Musikalische Leitung. Jury Everhartz
Regie. Kristine Tornquist
Libretto. Kristine Tornquist
Musik. Wolfram Wagner
Geschichte. Irène Montjoye
Bühne. Andrea Költringer
Kostüm. Markus Kuscher
Licht/Technik. Edgar Aichinger
Flöte. Ting-Wei Chen
Oboe. Viktoria Theisl
Klarinette. Katharina Schweitl
Fagott. Agnes Fejes
Trompete. Johannes Paul Lugger
Horn. Michael Niederegger
Posaune. Stefan Gottwald
Violine. Chih-Hong Tseng
Viola. Yushan Li
Violoncello. Zsofia Meszaros
Kontrabass. Imre Kristof Sziman
Schlagwerk. Robin Prischink
Oud (arabische Laute). Asim Al-Chalabi
Korrepetiton: Gernot Schedlberger. Benjamin McQuade. Tatjana Kandyba
Produktion. Johannes Meissl. Silke Anger. Stephan Polzer. Georg Steker
PR und Öffentlichkeitsarbeit. Silke Anger. Laura Thelen. Stefanie Reichl. Jury Everhartz
Koproduktion mit der Internationalen Sommerakademie Prag-Wien-Budapest der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Eine sirene-Produktion
*********************
Wolfram Wagner setzte ein Libretto von Kristine Tornquist um, die Prinzipalin, bekannt für hervorragende Projekte, führte in dieser Produktion im Schlosstheater Schönbrunn Regie.
Die Handlung basiert auf der von Irène Montjoye aufgezeichneten wahren Lebensgeschichte eines Flüchtlingskindes aus der Zeit Maria Theresias. Bei Tornquist erinnert sich die wohlhabende Witwe Anna Maria von Mohrenheim von rückwärts nach vorn: Hochzeit, Adoption, Flucht aus Constantinopel, Jugendzeit als Sklavin in der Türkei, bis sie dort ist, wo alles begonnen hat, am Schwarzen Meer. Der gut textverständliche Gesangsmarathon von Nina Plangg, die 70 Minuten fast allein präsent sein muss und auf offener Bühne ihre Gewandungen wechselt, nötigt Respekt ab. Wolfram Wagner versteht sich sehr gut auf die Durchinstrumentierung für die insgesamt 13 Musiker, bei denen in den orientalischen Szenen eine arabische Laute eine wichtige Rolle spielt. Zwei Tänzer-Akrobaten als "Engel" begleiten die Hauptperson, helfen ihr beim Umkleiden und sorgen für Kurzweil.
Österreichische Musikzeitschrift, Band 66, Heft 6, Heinz Rögl
Netz:; https://www.sirene.at/archiv/2011-2012-tuerkenkind/
Konzept: https://www.sirene.at/site/assets/files/1923/2011_tuerkenkind_seite_print.pdf
Text: https://www.sirene.at/site/assets/files/1923/tuerkenkind_libretto_tornquist.pdf
Musik: https://www.sirene.at/site/assets/files/1923/tuerkenkind_partitur_1.pdf
Get started for free
24/7 customer support
Our customer support team is available to help 24/7. Enterprise members also receive dedicated account managers and a guaranteed uptime SLA.
© 2026 Vimeo.com, Inc. All rights reserved.
TermsPrivacyYour Privacy ChoicesU.S State PrivacyCopyrightCookies