sirene Operntheater 2009: Festival NACHTS - 3 - DER VERGESSENE ALCHIMIST - Oper nach Leo Perutz von François-Pierre Descamps

sirene Operntheater 2009: Festival NACHTS - 3 - DER VERGESSENE ALCHIMIST - Oper nach Leo Perutz von François-Pierre Descamps

sirene Operntheater

sirene Operntheater 2009 | Festival NACHTS - 9 Opern in 9 Wochen

Leo Perutz: Nachts unter der steinernen Brücke


3 - DER VERGESSENE ALCHIMIST

Musik. François-Pierre Descamps

Text. Kristine Tornquist nach Leo Perutz

Uraufführung 05. Juni 2009 - Wien, Expedithalle der Brotfabrik


0:00:00 Der vergessene Alchimist

0:00:43 1592. Rudolf II., der Kaiser (Beginn der Oper)

0:06:24 Jakobus van Delle, der Alchimist

0:12:21 Phillip Lang, der Kammerdiener

0:22:17 Brouza, ehemaliger Ofenmeister

0:26:34 Der Kaiser und der Hofnarr

0:33:58 Die Flucht des Alchimisten

0:44:54 Der Jude Mordechäus Meisl

0:50:31 Reichtum

0:51:58 Verzweiflung

0:54:25 Der Tod des Alchimisten

1:02:30 Der Rabbi Löw

1:05:01 Applaus


Der Kaiser hat finanzielle Probleme, er ist seit langem zahlungsunfähig, verschuldet sich aber immer mehr, um Kunst zu kaufen. Er ist verzweifelt, als die Räte ihm für einige Gemälde kein Geld mehr bewilligen wollen. Sein Leibkammerdiener Philipp Lang beruhigt ihn und rät ihm, sich geschäftlich mit dem reichen Juden Mordechai Meisl zusammenzutun, statt auf die Goldmacherkunst des Hofalchimisten Jakobus van Delle zu setzen. Der Hofalchimist Jakobus van Delle hat beim Kaiser seinen Kopf darauf verwettet, dass er bis zum St. Wenzelstag einen Barren Gold erzeugt haben werde. Doch die Umwandlung von Blei in Gold ist misslungen und van Delle hat Todesangst. Sein Freund, der ehemalige Hofnarr Brouza, beschliesst, ihm zur Flucht aus der Burg und zu Geld für die Weiterreise zu verhelfen. Dazu geht er zum Kaiser und reizt ihn solange, bis der Kaiser auf ihn losgeht. Brouza lässt sich verprügeln, doch danach beklagt er sich, was der verstorbene Vater des Kaisers, dessen liebster Hofnarr er war, dazu sagen würde. Um ihn und sein Gewissen zu beschwichtigen, gibt ihm der Kaiser drei Gulden. Brouza bringt die drei Gulden zu van Delle und hilft ihm, mit einer Strickleiter aus der Burg zu entkommen. Dabei verletzt sich van Delle und versteckt sich ängstlich in Brouzas kleinem Haus. Die Flucht des Alchimisten wird erst lange Zeit nach dem Wenzelstag bemerkt, doch der Kaiser hat die Wette ohnehin längst vergessen. Und Philipp Lang erklärt dem Brouza, dass der Kaiser einen neuen, erfolgreicheren Goldmacher für sich gewonnen habe. Als van Delle das erfährt, ist er so gekränkt, dass er sich die Pulsadern aufschneidet und stirbt. Sein Freund Brouza ist untröstlich wie damals, als Kaiser Maximilian starb.


Rabbi Löw. Dimitrij Solowjow

Kaiser Rudolf II. Rupert Bergmann

Mordechai Meisl. Johann Leutgeb

Philipp Lang. Petr Strnad

Jakobus van Delle, Hofalchimist. John Sweeney

Brouza, ehemaliger Hofnarr. Raimund Klebel


ensemble_online / PHACE

Flöte. Birgit Boehm

Klarinette. Reinhold Brunner

Harfe. Angela Radanovics

Violine. Johannes Dickbauer

Viola. Jacqueline Kopacinski

Violoncello. Nikolay Gimaletdinov

Kontrabass. Tibor Kövesdi

Schlagwerk. Berndt Thurner


Dirigent. François-Pierre Descamps

Regie / Libretto / Dramaturgie / Graphik. Kristine Tornquist

Bühne. Jakob Scheid

Kostüm. Markus Kuscher

Maske. Stina Jakub

Licht und technische Leitung. Edgar Aichinger

Co-Regie. Rainer Vierlinger

Regieassistenz. Esther Christina Lienbacher

Bühnenassistenz. Sabine Maringer. Karlo Svetlicic

Kostümassistenz. Magdalene Mikes. Magdalena Wiplinger. Pia Koutnik. Marco del Mongi

Technische Assistenz. Klaus Tauber

Orchestermanagement. Reinhard Fuchs

Korrepetition. Petra Giacalone. Benjamin McQuade. Johannes Falkenstein


Produktionsassistenz. Mirjam Erdem

Produktion. Jury Everhartz. Katrin Hiller


Das sirene Operntheater bringt mit dem Festival Nachts einen Roman auf die Bühne. 9 Wiener Komponisten vertonten in 9 Episoden Leo Perutz' Roman Nachts unter der Steinernen Brücke.

In nur einer Woche wurden die einstündigen Kammeropern in der grossen denkmalgeschützten Expedithalle der Brotfabrik in Szene gesetzt. Leo Perutz versammelt in seinem Roman Mythen aus der Geschichte seiner Geburtsstadt Prag und eröffnet so einen Gedankenraum zwischen Realität und Fiktion. Seine Erzählungen verzichten darauf, die dokumentierten Wirklichkeiten der Geschichte bei ihren Namen und Zahlen zu nennen, der Autor folgt vielmehr seiner eigenen Mythomanie und hält kollektive Geschichten der Vorstellung und Erinnerung fest, die unzerstörbar sind und unendlich fortgesetzt werden können.


https://www.sirene.at/archiv/2009-nachts/9-wunderkammeropern/3-der-vergessene-alchimist/

Text: https://www.sirene.at/site/assets/files/1927/3_der_vergessene_alchimist_libretto.pdf

Partitur: https://www.sirene.at/site/assets/files/1944/descamps_alchimist_1.pdf

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