Einblick in die Ausstellung "No Name Design. Die Wunderkammer von Franco Clivio"
Ausstellung im Gewerbemuseum Winterthur vom 5. Mai bis 6. Oktober 2013

"No Name Design" ist eine Liebeserklärung an die unscheinbaren Dinge, die uns im Alltag begleiten und ihr Dasein meist im Schatten der grossen Namen fristen, die selten im grellen Rampenlicht stehen und kaum je aufmerksame Blicke auf sich ziehen. Die Ausstellung ist Hommage und zugleich Eldorado für Liebhaber von Trouvaillen und Fundstücken, die weder blenden noch verführen wollen, sondern einfach da sind und einen aufmerksamen Beobachter wie Franco Clivio brauchen. Rund 900 zumeist kleine Gebrauchsobjekte sind in der Schau versammelt.

Der Gestalter und Dozent Franco Clivio (*1942) ist seit Jahrzehnten auch Sucher und Finder. Seine Leidenschaft gilt dem Banalen, dem scheinbar Ungestalteten. Er spürt die hohe gestalterische Qualität auf und sucht nach dem Ungewöhnlichen im Gewöhnlichen. Dazu durchstöbert er Brockenhäuser, Flohmärkte, Trödelläden oder auch Eisenwaren¬läden und Warenhäuser – immer von der Neugierde getrieben, nie von einem bestimmten Plan. Entstanden ist ein grandioses Sammelsurium von anonym gestalteten Gegenständen, die, ins rechte Licht gerückt, plötzlich Qualitäten entfalten, die gemeinhin im Verborgenen schlummern.

Die Ausstellung ist eine Art Wunderkammer mit enzyklopädischem Charakter und lehrreicher Auslegung. Präsentiert werden rund 900 zumeist kleine Objekte – beispielsweise Klappmesser, Lieblingsobjekte, Vielkönner, Greifwerkzeuge oder auch Weiterentwicklungen von alten Bekannten wie Scheren, Brillen oder Messinstrumenten. Gemeinsamer Nenner ist immer die raffinierte gestalterische Qualität, die weniger auf der guten Form denn vielmehr auf einer Besonderheit von Funktion, Material und Konstruktion beruht.

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