Marianne Mohr wurde am 1. März 1921 als Enkelin des Großindu­striellen Ignaz Bing geboren. Sie besuchte zunächst die Volks­schule am Marientor, dann die Labenwolf-Realschule. Wohlbehütet wuchs sie in einem gebildeten und weltoffenen Elternhaus auf: Vater Dr. Sigmund Bing, Auf­sicht­ratsvorsitzender der Bing-Werke sowie Journalist, und Mutter Charlotte verkehrten mit Schriftstellern und Politikern, reisten viel. 1931 scheiterte die Ehe, Mutter Lotte zog mit der Tochter nach Konstanz, wo Marianne bald zum begeisterten Habonim-Mitglied wurde. Erste Risse bekam Mariannes kindliche Welt, als ihr Cousin Rudolf Benario in Dachau erschossen wurde. Immer öfter sprach man von Emigration, Marianne wollte nach Palästina. Nach ihrem Schulabschluss im jü­­dischen Landerziehungsheim in Herrlingen bei Ulm besuchte sie ab 1937 die Hachschara in Urfeld bei Köln, dann ein »Werkdorf« in Holland, das sie im Sommer 1939 in Richtung Palästina verließ. Der von ihr mitbegründete Kibbuz Dorot wurde schließlich ihre neue Heimat.

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