David Schneebalg wurde am 14. März 1914 in Nürnberg geboren und be­gann nach der Schule im Bekleidungshaus Adolf Stock eine Lehre, die mit der »Arisierung« durch Fischer & Co. ein jähes Ende fand. Daraufhin zog es Schneebalg nach Magdeburg, wo er 1938 von der Gestapo ohne Vorwarnung von seinem neuen Arbeitsplatz weg nach Polen, der Heimat seiner Eltern, deportiert wurde. Bei der Teilung Polens 1939 in einen deutschen und einen sowjetischen Teil schlug sich Schneebalg auf die russische Seite. Als Soldat der Roten Armee kämpfte er gegen Nazideutschland. Nach dem Krieg kehrte er nach Nürnberg zurück, wo er erfuhr, dass fast seine gesamte Familie ermordet worden war. Im Haus der Israelitischen Kultusgemeinde in der Wielandstraße, das den Kriegsheimkehrer zunächst aufnahm, lernte Schneebalg die Witwe Lina Stern und ihre beiden Kinder kennen, die wie durch ein Wunder die KZs Ravens­brück und Bergen-Belsen überlebt hatten. Schneebalg und Stern emigrierten 1947 nach New York, wo sie heirateten und ­Schneebalg seinen beruflichen Werdegang als Kaufmann in einem Import­geschäft wieder aufnehmen konnte.

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