Die populäre Kultur unterscheidet sich von anderen Sinn- und Zeichensystemen dadurch, dass sie nicht nur industriell produziert und auf dem Markt definiert wird, sondern ihrerseits konstituierender Teil des Marktes ist. Wir können uns keine Bilder mehr vorstellen, die unabhängig vom Markt existieren, umgekehrt aber können wir uns den Markt nicht vorstellen ohne eine unentwegte Bilderproduktion. Peter Vahlefelds Arbeiten zielen weniger auf die Abbildungen der Kunstwerke als auf die Deutung ihrer Wirklichkeit im Umfeld ihrer Vermarktung. Er übermalt nicht die Abbildungen, sondern deren Träger – Auktionshauskataloge, Merchandising, Anzeigen – die ein vom Kunstmarkt erzeugtes Produkt sind, mit dem geworben wird. Malerei, die ihre eigene Geschichte als massenmediales Abziehbild reflektiert, wird zugunsten eines expressiven Gestus und einer abstrakten Komposition, in einem analog-digitalen Wechselspiel, teilweise komplett aufgelöst.

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