Gedenkstätten an Orten von NS-Verbrechen zu besuchen, ist eine außergewöhnliche pädagogische Aufgabe. Die Vorbereitung der Lerngruppe ist von zentraler Bedeutung. Die Schüler_innen sollten nicht nur inhaltlich informiert werden. Vielmehr geht es darum, eine kommunikationsfähige Gemeinschaft zu entwickeln, die mit dem Thema Menschenrechtsverbrechen des Nationalsozialismus in eine für die eigenen Interessen und Fragen produktive Auseinandersetzung treten kann. Gerade heterogene Lerngruppen und Geschichtsbezüge, die nicht geradlinig auf die deutsche Nationalgeschichte führen, sind aufzugreifen und zu entwickeln, um Lernen am außerschulischen Ort zu ermöglichen.

Das Webinar wird zum einen die Voraussetzungen einer reflektierten Nutzung von Gedenkstättenbesuchen behandeln und sodann pragmatisch Arbeitsschritte vorschlagen, die mit einer Lerngruppe zu gehen sind, um den Besuch vor- und nachzubereiten.

Zur Person:
Gottfried Kößler ist stellvertretender Direktor mit dem Schwerpunkt Pädagogik am Fritz Bauer Institut – Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe- Universität Frankfurt am Main. Seine Arbeitsschwerpunkte sind neben der Lehrerbildung das historische Lernen in der Migrationsgesellschaft, die Gedenkstättenpädagogik und die Medienpädagogik.

Die Webinarreihe wird durchgeführt von der Agentur für Bildung - Geschichte, Politik und Medien e.V. in Kooperation mit:

erinnern.at, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdisches Museum Frankfurt, Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte - Freie Universität Berlin,Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland.

Die Webinarreihen werden gefördert durch die International Holocaust Remembrance Alliance.

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