Für den Bau des neuen Stadtteils Dietenbach sollen vier Hektar Wald, mehr als 3.500 Bäume gefällt werden. Doch damit sind immer mehr Menschen in Freiburg nicht einverstanden. Rund um das umstrittene Vorhaben hat ein Netzwerk umweltengagierter Kulturschaffender, die Artists for future Freiburg, einen Kurzfilm produziert, der Bürger*innen verschiedener Generationen eine Stimme gibt. Naherholung, Natur-erfahrung, Vogelparadies, Kühloase - viele Aspekte machen deutlich, dass der Wald großen und kleinen Menschen am Herzen liegt. Über eindrückliche Natur- und Tieraufnahmen wird der Artenreichtum und die Schönheit des "Kleinods" sichtbar.
HÄNDE WEG VOM DIETENBACHWALD
Planen mit und nicht gegen den Wald ist möglich!
Freiburg baut einen neuen Stadteil. Im Westen der Stadt sollen 6.900 Wohnungen gebaut werden, auf einer Fläche von 152 Hektar. Vier Hektar davon sind wertvoller, artenreicher Wald. Er soll abgeholzt werden. - Das darf und muss nicht sein!
Der Bau der Wohnungen samt Infrastruktur für die 16.000 Menschen, die einst in Dietenbach wohnen sollen, ist auch ohne großflächige Rodungen möglich. Es geht um gerade mal drei Prozent der gesamten Fläche! Die können ohne Verzicht auf Bauvorhaben ausgespart werden. Stadtverwaltung und Gemeinderat müssen es nur wollen!
Dietenbach soll klimaneutral werden. Das geht nicht, wenn der Wald vernichtet wird. Denn damit ginge ein riesiger Speicher von vielen Tonnen Kohlendioxid verloren. Es geht um mehr als 3.500 wertvolle alte Bäume. Sie sind Lebensraum vieler seltener Arten
Das Aktonsbündnis „Hände weg vom DietenbachWALD“ fordert den Gemeinderat auf, sich an das „Klima- und Artenschutzmanifest“ von 2019 zu halten, das er vor vier Jahren beschlossen hat. Wörtlich heißt es dort: „Der Gemeinderat erklärt die Eindämmung der Klimakrise und des massiven Artensterbens sowie deren schwerwiegende Folgen als städtische Aufgaben von allerhöchster Priorität.“ - Die Rodung des DietenbachWALDes wäre ein eklatanter Verstoß gegen diesen Beschluss.
Das breite, seit Jahren anhaltende öffentliche Engagement hat bewirkt, dass in der Auslobung zum Wettbewerb der Wunsch nach Erhalt von möglichst viel Wald als städtebauliches Ziel ausdrücklich formuliert wurde. Daher dürfen sich unter den eingereichten Arbeiten Vorschläge befnden, die mit und nicht gegen den Wald planen.
Die Entscheidung des Preisgerichts Anfang März ist die Vorentscheidung für den späteren Beschluss des Gemeinderats über die Gestaltung des Schul- und Sportcampus Dietenbach. Wenn sich das Kommunalparlament an seine eigenen Beschlüsse zum Klima- und Artenschutz hält, entscheidet er sich für den Wald.