Im Rahmen einer Recherche zu Strawinskys 'Sacre Du Printemps' haben Studierende der UDK Berlin im Fach Rhythmik/Stimme und Bewegung Themen wie "Gruppen-Rituale", Hingabe-Aufopferungen, Grenz-Auflösungen und Identifkationen untersucht. Über die Theater-Methode Lecoqs haben wir den Transfer imaginativer und idenfikatorischer Prozesse von Körper zu Stimme erforscht.
Die Identifikation mit den ELEMENTEN : Luft - Feuer - ERDE - Äther dienten uns als Gerüst, in welchem improvisatorisch die Grenzen erforscht werden von stimmlich, emotionalen und technischen Möglichkeiten. Tonus, Umfang, Dynamik und Kraft der Stimme erfahren eine drastische Erweiterung, wenn die Identifikation geübt wird. Die Neutralisierung der Identifiaktion mit sich selbst ist Grundlage um sich mit einem Element zu verbinden und von der Kraft und Dynamik und vor allen Dingen der Essenz eines Elementes in Ausdruck leiten zu lassen. Die Geschichte des Acht-Minuten Stückes macht deutlich, was geschieht, wenn eines der Elemente in unseren Körpern oder Seelen die Oberhand gewinnt, wenn kein Ausgleich existiert, wenn Luft keine Erdung hat und Erde keine Luft, wenn Feuer verbrennt und wenn Äther als Raum schenkendes Bewusstsein erlebt wird, körperlich. Was macht es mit uns , wenn wir eher luftige Menschen sind und müssen uns mit ERDE identifizieren und was geschieht als erdige Person, wenn wir die Transparenz von Luft atmen und bewegen...?
Was geschieht mit uns als Person, wenn wir Äther "identifizieren" ? Geht das überhaupt ?
Ja - es geht ! Es entsteht ein Moment der Ewigkeit und des ewigen Raumes

Lecoq war nicht so sehr die Psyche des Spielenden an sich interessiert, er wollte keine Recherche betreiben über unsere Vergangenheit und individuellen Geschichten, aber er wollte sehen, wie es auf uns wirkt, wenn wir uns einlassen in das was wir sehen und was es mit uns macht, wie es uns verändert, wenn wir in die Identifikation gehen mit Elementen,Charakteren, Aggretat-Zuständen und alle persönlichen Merkmale unseren Selbst begegnen und sie fallen lassen können. Ihn interessierte weniger die Identifikation mit sich selbst als den Wandlungsprozess zu einem neutralen Feld, in welchem PRÄSENZ des Spiels an oberster Stelle steht.

siehe auch hildekappes.de "Der Gesang der Fünf Elemente"-Workshops und Methode

Die Studierenden sind: Carla Wierer, Viola Schmitzer, Anna Petzer, Judith Hille, Linda Schewe, Eva Schorndammer, Lukas Herman, Bastian Schindler
Leitung: Hilde Kappes

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