1. SIGNAPURA

    Seit meiner Kindheit spielt Bewegung und Tanz eine große Rolle. Ich erlernte früh verschiedene Kampfsportarten, und nahm an Workshops für Folkloretanz in meiner Heimat Peru teil.
    Später begann ich Capoeira zu trainieren, eine Mischung zwischen Tanz und Kampfsport.
    Im Laufe meines Studiums an der Akademie der bildenden Künste versuchte ich immer wieder Darstellungsformen für mein Interesse an dem Spannungsverhältnis zwischen Körper ,Bewegung und bildnerischer Form zu finden

    Ein erster Besuch einer Ballett Performance in die Staatsoper, erweckte Neugier an den klassischen Bewegungsabläufen von Ballett. Die delikaten und präzisen Bewegungen bis hin zur Musik und Bühnenbild, veränderte und beeinflusste meine Sichtweise von Bewegung.

    Ich besuchte mehrmals Trainingstunden des Wiener Staatsballett und bemerkte
    die „Zeichnungen“ auf dem Linoleumboden. Ich beobachtete intensiv Ballett Performances im Hinblick auf diese Zeichnungen, und wartete ständig auf die Entstehung von neuen Linien durch Bewegungen. Durch meine eigenen Kenntnisse von Körperbewegung entstand die Idee diese Bewegungen in einer deutlicheren Form sichtbar zu machen.

    Papier auf dem Boden und Pigmente bildeten eine kleine Bühne für erste Tests, indem
    ich selbst darauf Capoeira praktizierte. Das Ergebnis: ein sehr wildes und dunkles Bild. Es wurde mir klar, dass ich nicht selbst Tänzer sein möchte.
    Daraufhin folgten erste experimentelle Session mit einem Halbsolist der Wiener Staatsballett. Ein Dialog zwischen Tänzer und Maler stand am Beginn.
    Zunächst ergab sich ein freies Tanzen, dann Überlegungen darüber wie die klassische Ballettschritte funktionieren und welche Formen sich ergeben.

    Die Linien, die ich einmal auf dem Linoleum Boden im Trainingssaal sah, erschienen wieder, nur länger, deutlicher, und schärfer. Die Anwendung von Pigment war auch ein Teil des Prozesses, den ich immer wieder neu beobachtet und analysiert habe.

    Es folgten verschiedene Sessionen mit unterschiedlichen Tänzern, bevorzugt war Tanzimprovisation, was in dieser Form selten beim Klassischen Ballett vorkommt. Die wenigen Anweisungen wie, „tanz für dich selbst“, „denk nicht am das Projekt“ oder „vergiss, dass unter dir ein Papier liegt“, waren unter anderem meine Anleitungen.
    Dadurch ist ein Großteil der Tänzer, auf neoklassischen und modernen Tanz umgestiegen, die einen viel offeneren Spielraum , eine Vielfältigkeit und weniger strukturierte Bewegungen anbieten.

    Während dieser Tanzsequenzen bemerkte ich den Dialog zwischen Tänzer und Papier. Der Kopf war nicht mehr ständig nach vorne gerichtet sondern oft blicke ich auf die Zeichnungen, die der Körper der Tänzer zeichneten, abgelenkt von den Linien, die auf nun sichtbar wurden, dennoch konnten die Tänzer sich trotzdem weiter ausdrucken, und tanzten frei und ununterbrochen.

    Ich konnte beobachten wie in kurzer Zeit „Selbstportraits“ der Tänzer deutlich wurden.
    Trotz ähnlicher Bewegungsabläufen entsanden ganz unterschiedliche Bilder und so zeigen die Bilder nun verschiedene Welten. In bestimmten Phasen des Prozesses bestimmte ich mehr die einzelne Ballettschritte und die kurzen Tanzkombinationen der Akteur_innen, veränderte dabei die Intensität und Richtung.

    Ich beobachtete das Tanzen aus einer neuen Perspektive.
    Zeichnung und Tanzen sich verbinden zu einer persönlicher „Unterschrift“ dieser Personen, als ein Abdruck ihrer Selbst auf Papier.

    # vimeo.com/40667455 Uploaded 1,264 Plays 2 Comments
  2. Cycles, screen capture of the stages of disease and death

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