1. "Vom langen Weg zurück"

    "Ich bin kein Theoretiker, kein Konzeptkünstler, sondern ein visueller Charakter, der in Formen lebt und in Farben philosophiert", sagt Viktor Hurr über seine Arbeit. "Ich achte nicht auf Technik, Definitionen oder Begriffe, nur das Gefühl ist für mich wichtig, was ich spüre, was ich denke, was ich zeigen will, weil ich es für sehr wichtig halte." Der 1949 in Russland geborene Maler erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Volkshochschule der Künste in Moskau und der Staatlichen Kunstschule Taschkent. Viktor Hurr ist Nachfahre einer deutschen Winzerfamilie, die sich nach einer langen Periode von Missernten und Hungersnöten Anfang des 19. Jahrhunderts von Ulm aus auf den Weg nach Russland machte.

    Sein Bilderzyklus "Vom langen Weg zurück" zeigt Stationen dieser Auswanderung über zwei Jahrhunderte, wie sie viele der deutschen Aussiedler erlebt haben. Dem hoffnungsvollen Aufbruch folgten bald Ernüchterung, Leid und Vertreibung. Bei der Rückkehr Generationen später erwartet sie eine inzwischen fremdgewordene Heimat. Viktor Hurr lebt seit 1994 in Osnabrück.

    Auszug aus http://www.osnabrueck.de/20624.asp

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  2. Am 24. Oktober 2012 hatte die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. zur Vernissage mit Werken von Michael Disterheft (1921-2005) und Viktor Hurr (geb. 1949) im Haus der Deutschen aus Russland in der Raitelsbergstraße 49 (70188 Stuttgart) eingeladen. Die Exponate der Ausstellung – Tafeln, Karten, Bilder und Gegenstände – beschäftigen sich mit zwei Jahrestagen der tragischen Geschichte der Deutschen in der ehemaligen Sowjetunion: Zum 75. Mal jährt sich der „Große Terror" der Jahre 1937 und 1938, dem etwa 55.000 Deutsche des Landes zum Opfer fielen; vor 70 Jahren fanden die ersten Mobilisierungen von deutschen Frauen, Männern und jugendlichen für die stalinistischen Zwangsarbeitslager statt.
    Die Ausstellung (gefördert durch das Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages) findet in Kooperation mit dem Internationalen Verband der Deutschen Kultur (Moskau) statt und wird durch eine Reihe von Veranstaltungen umrahmt.
    Der Einladung zur Eröffnung der Ausstellung folgten unter anderen Arnold Tölg, BdV-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, Martin Körner, Ehrenamtlicher Bezirksvorsteher Stuttgart-Ost, Mitglieder des Bundesvorstandes der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland sowie Vertreter der landsmannschaftlichen Gliederungen und Landsleute aus Stuttgart und anderen Städten Baden-Württembergs und benachbarter Bundesländer.
    Die Gäste wurden von der Bundesgeschäftsführerin Dr. Ludmila Kopp, die durch das Programm führte, begrüßt.
    Über die Tragweite der beiden historischen Schwerpunkte sprach der Bundesvorsitzende Adolf Fetsch. Dr. Alfred Eisfeld, Nordost-Institut (Universität Hamburg) und stellv. Bundesvorsitzender der Landsmannschaft, machte eine Führung durch die gesamte Ausstellung und vertiefte das Thema „Jahre des Terrors. Deutsche in der Sowjetunion in den Jahren 1937/38 und 1941-1946“ anschließend in einem aufschlussreichen Vortrag.
    Bereits vor der Eröffnungsfeier nutzen viele Gäste die Möglichkeit, den Künstler Viktor Hurr persönlich kennen zu lernen und ihn über seine Kunst auszufragen. Die eindrucksvollen Bilder der beiden Künstler und andere Ausstellungsexponate sorgten für vielfältige Emotionen und anregende Gespräche. Wie etwa die „Fufaika“, eine Leihgabe des Russlanddeutschen Museums Detmold. Passend zum Thema präsentierte Katharina Töpfer ein Erinnerungsstück an ihre Tante Anna Kasdorf (geb. Vogt, gest. 1988 in Schwäbisch-Gmünd): Die kleine Schachtel mit Psalmen und Gebeten überdauerte die Jahre der Trudarmee, die schwierigen Jahrzehnte nach dem Krieg und fand den Weg nach Deutschland.
    Die Vernissage wurde von musikalischen Beiträgen (Geige und Klavier) der Musikerinnen aus Stuttgart und einem Büffet zum Schluss abgerundet.

    Öffnungszeiten:
    Die Ausstellung ist für Besucher vom 24. Oktober 2012 bis 10. Dezember 2012 geöffnet. Mo-Fr 13:00-18:00 Uhr, So nach Vereinbarung.
    Führungen:
    Im Rahmen von Veranstaltungen, an anderen Tagen nach Vereinbarung.
    Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
    31. Oktober 2012,16 Uhr:
    „Liedgut der russlanddeutschen Trudarmisten" (Dr. Johann Windholz).
    7. November 2012, 16 Uhr:
    „Deportation, Arbeitsmobilisierung und Sondersiedlungen der Deutschen in der UdSSR (insbesondere Uralgebiet)",
    Vortrag in russischer Sprache (Dr. Alfred Eisfeld, Prof. Dr. Viktor Kirillow).
    14. November 2012, 16 Uhr:
    „Tscheljabmetallurgstroj - das größte Zwangsarbeitslager für Russlanddeutsche" (Dr. Viktor Krieger).
    21. November 2012,16 Uhr:
    Die „Trudarmee" in der Literatur der Russlanddeutschen (Nina Paulsen, Agnes Gossen-Giesbrecht).

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  3. „Mitglieder begeistern –
    Vereinserfolg steigern“
    Workshop der Landsmannschaft in Berlin

    Erfolgreiche Ortsgruppen aus sechs Bundesländern waren beim Workshop der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland vertreten, der am 17. und 18. Februar unter dem Motto „Mitglieder begeistern – Vereinserfolg steigern“ in Berlin durchgeführt wurde. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    Begrüßt wurden die rund 30 Teilnehmer vom Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft, Adolf Fetsch, der in seinem Referat auf Möglichkeiten zur Steigerung der Effektivität landsmannschaftlicher Arbeit einging. Dazu gehörten, so Fetsch, unter anderem Anpassungen der Satzung des Vereins an die Anforderungen der Gegenwart, der weitere Ausbau der Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland sowie die Intensivierung der Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit.
    Nachdem die Bundesgeschäftsführerin der Landsmannschaft, Dr. Ludmila Kopp, die Teilnehmer mit der aktuellen Entwicklung der Mitgliederzahlen des Vereins vertraut gemacht hatte, konzentrierten sich die Diskussionen auf die Beantwortung zweier zentraler Fragen:
    1. Warum sind Deutsche aus Russland Mitglieder der Landsmannschaft geworden?
    2. Was hat andere Deutsche aus Russland davon abgehalten, Mitglied zu werden?
    Als Gründe für den Beitritt wurde insbesondere der Bezug der Landsmannschaft zur eigenen Geschichte und Gegenwart genannt, außerdem attraktive Angebote und engagierte Mitarbeiter in den Gliederungen vor Ort. Negativ auf die Mitgliederentwicklung wirke sich dagegen die nicht mehr zeitgemäße Eigendarstellung der Landsmannschaft aus, ein Hindernis sei aber auch die Heterogenität der Volksgruppe.
    Trotz aller Schwierigkeiten der Mitgliederwerbung konnten im Laufe des Workshops nicht weniger als 20 Gliederungen, deren Mitgliederzahlen gestiegen bzw. konstant geblieben sind, mit Ehrenurkunden ausgezeichnet werden, und zwar die Ortsgruppen Lahr (Baden-Württemberg; an der Teilnahme verhindert), Augsburg, München und Straubing-Bogen (Bayern), Bad Hersfeld (Hessen), Gelsenkirchen (nicht anwesend), Heinsberg (nicht anwesend), Mettmann, Rheinisch-Bergischer Kreis, Unna-Massen und Wuppertal (Nordrhein-Westfalen), Halle/Saale, Hettstedt, Köthen und Magdeburg (Sachsen-Anhalt), Röbel, Strelitz (nicht anwesend), Waren (nicht anwesend) und Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) sowie Berlin.
    Am zweiten Tag des Workshops standen Praxisberichte und Vorschläge aus verschiedenen Ortsgruppen sowie ein Ausblick auf die künftige Arbeit, zusammengestellt von sämtlichen Teilnehmern und vorgetragen von Dr. Ludmila Kopp, auf dem Programm, ehe die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Besuch des Deutschen Bundestages abgeschlossen wurde.
    VdW

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  4. Erfolgreiche Ortsgruppen aus sechs Bundesländern waren beim Workshop der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland vertreten, der am 17. und 18. Februar unter dem Motto „Mitglieder begeistern – Vereinserfolg steigern“ in Berlin durchgeführt wurde. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    Begrüßt wurden die rund 30 Teilnehmer vom Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft, Adolf Fetsch, der in seinem Referat auf Möglichkeiten zur Steigerung der Effektivität landsmannschaftlicher Arbeit einging. Dazu gehörten, so Fetsch, unter anderem Anpassungen der Satzung des Vereins an die Anforderungen der Gegenwart, der weitere Ausbau der Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland sowie die Intensivierung der Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit.
    Nachdem die Bundesgeschäftsführerin der Landsmannschaft, Dr. Ludmila Kopp, die Teilnehmer mit der aktuellen Entwicklung der Mitgliederzahlen des Vereins vertraut gemacht hatte, konzentrierten sich die Diskussionen auf die Beantwortung zweier zentraler Fragen:
    1. Warum sind Deutsche aus Russland Mitglieder der Landsmannschaft geworden?
    2. Was hat andere Deutsche aus Russland davon abgehalten, Mitglied zu werden?
    Als Gründe für den Beitritt wurde insbesondere der Bezug der Landsmannschaft zur eigenen Geschichte und Gegenwart genannt, außerdem attraktive Angebote und engagierte Mitarbeiter in den Gliederungen vor Ort. Negativ auf die Mitgliederentwicklung wirke sich dagegen die nicht mehr zeitgemäße Eigendarstellung der Landsmannschaft aus, ein Hindernis sei aber auch die Heterogenität der Volksgruppe.
    Trotz aller Schwierigkeiten der Mitgliederwerbung konnten im Laufe des Workshops nicht weniger als 20 Gliederungen, deren Mitgliederzahlen gestiegen bzw. konstant geblieben sind, mit Ehrenurkunden ausgezeichnet werden, und zwar die Ortsgruppen Lahr (Baden-Württemberg; an der Teilnahme verhindert), Augsburg, München und Straubing-Bogen (Bayern), Bad Hersfeld (Hessen), Gelsenkirchen (nicht anwesend), Heinsberg (nicht anwesend), Mettmann, Rheinisch-Bergischer Kreis, Unna-Massen und Wuppertal (Nordrhein-Westfalen), Halle/Saale, Hettstedt, Köthen und Magdeburg (Sachsen-Anhalt), Röbel, Strelitz (nicht anwesend), Waren (nicht anwesend) und Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) sowie Berlin.
    Am zweiten Tag des Workshops standen Praxisberichte und Vorschläge aus verschiedenen Ortsgruppen sowie ein Ausblick auf die künftige Arbeit, zusammengestellt von sämtlichen Teilnehmern und vorgetragen von Dr. Ludmila Kopp, auf dem Programm, ehe die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Besuch des Deutschen Bundestages abgeschlossen wurde.
    VdW

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  5. Zeitzeugen der Deportation der Russlanddeutschen
    Ein Projekt des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland (JSDR) – der
    Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

    Nicht vergessen
    Am 28. August 1941 wurde der Erlass des sowjetischen Regimes „Über die Umsiedlung
    der Deutschen, die in den Wolga-Rayons leben“ herausgegeben. Sehr bald kam es zu einer
    beispiellosen und folgenreichen Zwangsumsiedlung. Auch diejenigen Russlanddeutschen,
    die 1941 in anderen Regionen der Sowjetunion gelebt haben, sind dem tragischen Schicksal
    aller Russlanddeutschen nicht entgangen. Innerhalb kurzer Zeit wurden 1,2 Millionen
    Sowjetdeutsche nach Sibirien und Zentralasien deportiert. Sie wurden grundlos und pauschal
    der Kollaboration mit Hitlerdeutschland beschuldigt. Die Folgen des Erlasses vom 28.
    August 1941 waren Zwangsarbeit in den stalinistischen Arbeitslagern unter unmenschlichen
    Bedingungen, Verbannung auf „ewige Zeiten“ in die lebensfeindlichsten Gebiete im Osten
    und hohen Norden der Sowjetunion und anschließende soziale und rechtliche Diskriminierung
    in der Sowjetunion der Nachkriegszeit.

    Diese Ereignisse dürfen nicht vergessen werden und können nicht gerechtfertigt werden.

    Dem Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland ist ein angemessener und
    verantwortungsbewusster Umgang mit der bewegten Geschichte der Russlanddeutschen
    wichtig. Besonders wichtig ist dabei die Verbindung zwischen den Generationen der
    Russlanddeutschen, die durch Begegnungen junger Menschen mit der Erlebnisgeneration
    erhalten werden kann.

    # vimeo.com/29871080 Uploaded 437 Plays 0 Comments

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