1. Entstanden zwischen Frühjahr 2005 und Herbst 2006, gedreht in Weimar und Umgebung, spielt dieser Film mit den tief verwurzelten Urängsten, der Angst vor dem Unbekannten, der Einsamkeit, dem Verirren in einer Welt, deren Gesetze nicht durchschaubar erscheinen. Schließlich aber führt das Ende zum Vereinen mit der Natur und zur Erkenntnis, wie sie einst Newton bekam, als ihm ein Apfel auf den Kopf fiel.

    Ein Experimentalfilm auf allen Ebenen. Hier hab ich versucht alles gelernte und gedachte umzusetzen. Drehbuch, Kameraführung, Montage und Musik-, Klang - und Geräuschebene sind streng durchorganisiert. Durch irreale Gegensätze werden suggestiv verstörende Stimmungen erzeugt. Innen hört man Regen, außen ist es trocken, beim Endritt ins Dunkle wird es außen hell.
    Schließlich ist der Film aber tief ironisch, im Ganzen wie im Detail. Die Leiter, die die Protagonistin an einer Stelle hinabsteigt, ist eine kurze Tonleiter.

    Leider hätte es ein wenig mehr filmerischer Erfahrung gebraucht, um den Film in seiner fertigen Gestalt professioneller erscheinen zu lassen. Ich denke aber, das Ergebnis ist für einen damals 18jährigen ganz akzeptabel... Gedreht ohne Filmteam, dafür mit Wasserkocher, Bettlaken, Fahrrad und Bauscheinwerfer.

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  2. Ein Lokal-Portrait.

    Hintergründe:
    Die mit der Gründung der 'Teestube & Galerie C.Keller Markt 21 e.V.' einhergehende Pärchenbildung und Familiengründung führte in den vergangenen 20 Jahren zu einem vermehrten Heranwachsen großer und kleiner Keller-Kinder, die, dem Keller noch nicht ganz entwachsen und nicht selten um künstlerischen Ausdruck bemüht, sich zusammenfanden und auf ein mysteriöses C stießen, welches ihr Interesse weckte und in einer gemeinsamen Ausstellung ergründet wurde. Der Titel dieser Mai-Ausstellung 2009 lautete: "Sie kamen aus dem Keller. Auf den Spuren des mysteriösen C."

    Hier nun mein Beitrag: Ein Portrait des C.Kellers in Form eines 23-minütiger Kurzspielfilms in bescheidener Anlehnung an Orson Welles' "Citizen Kane". Die Anfangssequenz ist dem Vorbild entlehnt, der Rest meines Films hat mit dem Namensgebenden Meisterwerk lediglich das puzzelartige Zusammenfügen eines indirekten Portraits gemeinsam.

    Verwießen sei hier auf einige der vielen Insider-Anspielungen: Die offizielle Gründung des C.Kellers fand an einem 18. März statt; einer der Mitarbeiter trägt den Spitznamen "Penner" und trinkt keinen Alkohol; zu Gründerzeiten gab es die Hausband "Mob", der Schlagzeuger besitzt heute eine Reinigungsfirma; Gin Tonic war zu Gründerzeiten das Hausgetränk; der Leiter und 'Geistige Vater' des C.Kellers wird im Volksmund "Atze" genannt, er ist die Seele das Hauses; der Mann an der Viola ist dessen Vater; der Gewölbekeller, in welchem die Hauptfigur sich kurz verirrt, ist der Ursprung und Namensgeber des C.Kellers - der "Club"(?)-Keller, der zu Gründerzeiten am Klingelschild als vermeintlicher Hausbewohner "C. Keller" getarnt war; ...

    Der Film entstand im April 2009, gedreht ausschließlich an Originalschauplätzen.

    Konzept, Regie, Kamera und Schnitt: Richard Siedhoff.
    In der Hauptrolle: Stephan Potengowski.
    Musik: Ralf Siedhoff.

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    Inzwischen gibt es übrigens auch eine offizielle DVD mit zusätzlichen Bonusmaterial. Bei Interesse: r.sied@gmx.de

    Ach ja, und für alle die tiefer in die Materie eintauchen wollen:
    http://www.c-keller.de

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Richard Siedhoff

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