1. Leder und Pelze für Deutschland | Film von Manfred Karremann

    Barfuß steht der junge Mann in der Ledergerberei in der ätzenden Brühe. Er verdient dreißig Euro im Monat. Versichert ist er nicht. Wenn er durch die Chemikalien krank wird, hungert die Familie. Kinder sortieren neben ihm die Lederteile nach Größe. An veralteten, gefährlichen Maschinen. Für ein paar Cent - sie haben keine andere Wahl. Alltag in einer der Tausenden von Gerbereien in Dhaka / Bangladesch. Vergiftete Flüsse durchziehen die Stadt, in der billigstes Leder für den Weltmarkt hergestellt wird. Auch für Deutschland. Ob Schuhe, Uhrband, Gürtel, Handtasche, Sofa, Bürostuhl oder Autositze - Leder liegt im Trend. Wir kommen jeden Tag damit in Berührung, von Kind an. Leder ist selbstverständlich. So selbstverständlich, dass sich kaum jemand die Frage stellt: Von welchem Tier stammt das Leder für die Geldbörse eigentlich? Wo kommt es her? Ist es tatsächlich nur ein Abfallprodukt aus deutschen Schlachthöfen? Und: Ist das, was wir da jeden Tag tragen, eigentlich unbedenklich für unsere Gesundheit? Tatsächlich kann Leder nämlich, je nachdem wo und wie es verarbeitet wurde, lebenslange Allergien auslösen. Die Chemikalie Chrom wird fast überall zur Ledergerbung verwendet. Wenn damit nicht sorgfältig gearbeitet wird, kann sich das so genannte Chrom VI bilden, das als allergieauslösend und krebserregend gilt. Neben anderen Lederwaren sind vor allem Arbeitshandschuhe und Kinderschuhe laut Studien oft belastet. Kaufentscheidungen im Vorfeld kann ein Kunde nicht treffen, denn: Eine Kennzeichnungspflicht, von welchem Tier ein Lederprodukt stammt, aus welchem Land, oder wie es verarbeitet wurde, gibt es bei uns nicht. Dasselbe gilt für Pelze - an Kapuzen ist der Besatz auch dieses Jahr wieder groß in Mode. Millionen Tiere werden eigens für diese Mode gezüchtet und getötet, obwohl den Käufern oft noch nicht einmal klar ist, dass es sich um echten Pelz handelt. Dabei wird auch der oft mit Chemikalien behandelt. Der "37°"-Film forscht nach: Wo kommen Leder und Pelz für Deutschland eigentlich her? "37°"-Autor Manfred Karremann recherchiert quer durch Deutschland über Italien bis nach Bangladesch und Nordchina. Von den Zuständen, auf die er dabei stößt, ahnen die Kunden in Deutschland nichts. Wer denkt auch schon an Kinderarbeit in Bangladesch, Tierquälerei oder Gift, das krank machen kann, wenn er Schuhe kauft?

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  2. Als im Jahr 2000 die Kupferpreise auf dem Weltmarkt am Boden waren, sah sich das verschuldete Sambia gezwungen, seine Kupferminen zu verkaufen. Als die Kupferpreise dann wieder stiegen, konnte Sambia von dem sensationellen Preisanstieg von über 350 Prozent nicht mehr profitieren. Diese Gewinne macht nun "Glencore". Deren Geschäftsführer Ivan Glasenberg hat sich im Schweizer Örtchen Rüschlikon niedergelassen. Durch Glasenbergs Zuzug nimmt der Ort nun so viel Steuern ein, dass der Steuersatz gesenkt wurde. Die Dokumentation beleuchtet die Hintergründe und Zusammenhänge, die dazu führten, dass der Großkonzern "Glencore" solch wirtschaftliche Macht erringen konnte. Rüschlikon ist ein idyllisches Dorf in der Schweiz, im Kanton Zürich. Die Bewohner führen dort ein geruhsames Leben ohne Stress und Hektik. Hier ist die Welt noch in Ordnung, Hunger und Armut sind nahezu unbekannt. Und Arbeitslosigkeit und soziale Probleme eher eine Seltenheit. Der Wohlstand der Gemeinde wurde durch den Zuzug von Herrn Ivan Glasenberg enorm vermehrt. Denn Ivan Glasenberg ist nicht irgendjemand. Er ist Geschäftsführer des Rohstoffgiganten "Glencore". Sein Konzern machte 2011 einen Nettoumsatz von 9,6 Milliarden Dollar. Das immense Steueraufkommen von Neubürger Glasenberg spülte Millionen von Dollar in die Kassen der Finanzbehörden in Rüschlikon, so dass sich der Bürgermeister gezwungen sah, den Steuersatz im Dorf drastisch zu senken. "Man hätte ja viel zu viel Geld, man könne das ja gar nicht alles ausgeben", stellte Bürgermeister Bernard Elsener fest. Aber woher kommt der immense Reichtum von Herrn Glasenberg? Ein Blick nach Sambia bringt Licht in das finanzielle Dickicht der vielschichtigen Steuermanipulationen. Sambia ist reich an Bodenschätzen und hat das weltweit drittgrößte Kupfervorkommen. Aber die Bürger in Sambia bekommen von den hohen Erträgen aus ihren in internationalem Besitz befindlichen Kupferminen nichts zu sehen. Sie leben in größter Armut: 60 Prozent der Bevölkerung stehen weniger als ein Dollar pro Tag zur Verfügung und etwa 80 Prozent haben keine Arbeit. Wie ist so etwas möglich? Ein Blick zurück in das Jahr 2000 gibt Aufschluss: Als die Kupferpreise auf dem Weltmarkt am Boden lagen, und die Rettungsaktion durch die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds scheiterten, drohte Sambia der Untergang. Der fast bankrotte Staat musste in die unmoralischen Kredit-Bedingungen einwilligen, die den Verkauf der Kupferminen verlangten, um nicht total unterzugehen. Diese Bedingungen fügten Sambia herbe Verluste zu. "2006 lag der gesamte Wert der sambischen Exporte bei drei Milliarden Dollar", erklärt die ehemalige Untersuchungsrichterin und Europapolitikerin Eva Joly. "Die Steuereinnahmen, die Sambia davon zurückbekommen hat, betrugen jedoch nur 50 Millionen Dollar." Als die Kupferpreise auf dem Weltmarkt dann wieder anstiegen, konnte Sambia, von dem sensationellen Preisanstieg von über 350 Prozent nicht mehr profitieren. Der Film "Afrika - Der ausgeraubte Kontinent" deckt die undurchsichtigen und inhumanen Geschäftspraktiken von Ivan Glasenberg und seinen Geschäftspartnern auf, beleuchtet die Hintergründe und Zusammenhänge, die dazu führten, dass der Großkonzern "Glencore" diese wirtschaftliche Macht erringen konnte. Die Dokumentation zeigt aber auch, wie ein Staat erpresst wird und die Bevölkerung von Sambia hungern muss, damit die Menschen im reichen Rüschlikon weiterhin in einem Finanzparadies leben können. Fraglich bleibt letztendlich, wer die moralische Verantwortung für solches Geschäftsgebaren trägt.

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  5. "Fukushima Ocean Impacts"
    HD, 35 min 4 sec, in English

    Ken Buesseler
    Marine Scientist
    Woods Hole Oceanographic Institution

    Helen Caldicott Foundation
    "Symposium"
    The Medical and Ecological Consequences of the Fukushima Nuclear Accident
    Co-Sponsored by Physicians for Social Responsibility
    March 11th & 12th, 2013

    New York City
    nuclearfreeplanet.org/symp...

    All other footages at the Symposium is here:
    youtube.com/playlist?list=...

    No-Commercial videos are available at Vimeo.
    2013 March / Helen Caldicott Foundation

    Videographed & Edited by East River Films Inc
    2013 All Rights Reserved, East River Films Inc

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