1. Die Hochschulen stehen vor nie da gewesenen Herausforderungen. Eine ständige Online-Präsenz, Social Media und Web 2.0 ermöglichen den Studierenden einen schnellen und zugleich unkomplizierten Zugang zu Fakten und Informationen. Dieser Aspekt verändert die Lernkultur. Das Lehren und Lernen unter diesem Fokus neu zu verstehen und zum zweckmäßigen Einsatz digitaler Medien mit einer kreativitätsfördernden Didaktik zu reagieren, muss ein zentrales Anliegen sein. Lehr-/Lernszenarien mit digitalen Medien unterstützen ein orts- und zeitungebundenes, an das Lerntempo des Einzelnen angepasstes Lernen. Jedoch reicht Technik allein nicht aus. Für eine gute Lehre ist ein sinnvolles didaktisches Design zwingend erforderlich. Brauchen wir dazu ein neues didaktisches Verständnis?

    Wir waren bei Herrn Prof. Matthias Ballod vom Germanistischen Institut unserer Universität zu Gast und stellten die Frage „Brauchen wir eine E-Didaktik?“.

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  2. Als tragendes Element der Hochschullehre umfassen Vorlesungen ca. 50 % der Lehrveranstaltungen im höheren Bildungsbereich. [1] Das Modell „Vorlesung“ in der klassischen Form der Frontalvorlesung mit dem Fokus auf die reine Wissensvermittlung ist insbesondere in den letzten Jahren starken Änderungen unterworfen. Der schnelle und zugleich unkomplizierte Zugang zu Fakten und Informationen über das Internet, der Einsatz digitaler Medien, die Bereitstellung von E-Vorlesungen, die Öffnung der Hochschulen hin zu „open education“, Mobile Learning oder auch die Planung und Umsetzung von MOOCs verändern die Perspektiven in der didaktischen und methodischen Gestaltung dieses Veranstaltungsformates. Zudem stellen neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Lernforschung die klassische Form der Vorlesung in Frage. Die Kritik bezieht sich auf die einseitige Kommunikationssituation durch den Lehrenden und die bedingte rezipierende Haltung der Studierenden.

    Ideen und Konzepte zur Neustrukturierung des Vorlesungsformates zielen auch auf die Beantwortung der Frage, wie Vorlesungen das Hinterfragen – kritisches und problemorientiertes Denken – fördern. Vorlesungsmodelle werden somit verstärkt auf die Aktivität der Studierenden ausgerichtet, damit das vermittelte Wissen nicht als abstrakt träges Wissen bei den Studierenden ankommt. Hier informierte das @LLZ z. B. über die Einbeziehung von Audience Response Systemen, um die Hochschullehre interaktiver und flexibler zu gestalten, über die Chancen und Grenzen von E-Vorlesungen oder über Modellversuche, die Vorlesungskonzepte mit Arbeits- und Diskussionsphasen nutzen bzw. auch den „Inverted Classroom“ einbeziehen.

    Die Vielfältigkeit der Möglichkeiten zur Gestaltung der „Vorlesung“ erfordert von den Lehrenden eine intensive Auseinandersetzung mit den aufgeführten Fragestellungen. Der Fokus muss dabei auf die elementaren Aufgaben einer modernen Vorlesung gelegt sein. Zudem müssen Vorlesungskonzepte zwangsweise fachdidaktische Aspekte berücksichtigen, um die Lernumwelt sinnvoll zu gestalten.

    Gibt es aktuell ein allgemeines Verständnis zu einer zeitgemäßen Vorlesung?

    Mit dieser Frage und wie das eigene Vorlesungskonzept umgestaltet und zu einem effektiven Lernerlebnis weiterentwickelt werden kann, beschäftigen sich auch die Lehrenden unserer Universität. Wir trafen uns mit Herrn Prof. Ulrich Kortenkamp (Didaktik der Mathematik) und Herrn Prof. Martin Lindner (Didaktik der Biologie). Die Professoren diskutieren ihre Veranstaltungskonzepte und beantworten damit aus ihrer Sicht die Frage: Ist die klassische Form der Frontalvorlesung überholt?

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  3. Studierende organisieren hier ihren gesamten Alltag. Die Grenze zwischen privat und öffentlich verschwimmt. Es werden Inhalte geteilt, in Gemeinschaft gestaltet oder auch bewertet. Social Media ist ein Sammelbecken für Informationen aus allen denkbaren Bereichen. Die Nutzung prägt die Art der Kommunikation, des Lernens, Arbeitens, des Handelns sowie des Entscheidens.

    Dieser Trend hat auch vor den Universitäten nicht halt gemacht. Facebook, Google+, Twitter, YouTube, Blogs… – oftmals werden die Informationen zielgruppenspezifisch auf unterschiedlichen Kommunikationsplattformen verteilt. Die breite Social-Media-Präsenz der Universität als Institution dient vor allem Marketingzwecken mit den zentralen Anliegen Informationen weiterzugeben, eine Community aufzubauen, Anknüpfungspunkte zu schaffen und mit Nutzern in Kontakt zu treten.

    Daneben binden vor allem Lehrende von Bildungsinstitutionen immer häufiger Social Media als Instrument des kooperativen und kollaborativen Lernens in ihrer Lehre ein. In MOOCs und Online-Kursen hat sich dies längst etabliert. Hier ist die Vernetzung von Lernenden und Lehrenden von besonderer Relevanz. Lehrende und Lernende kommunizieren miteinander, vernetzen sich, beteiligen sich, indem sie selbst Inhalte produzieren und gemeinsam an Projekten arbeiten. Sollten also Social Media in der Lehr- und Hochschulentwicklung einen festen Platz finden und kann die Einbeziehung von Social Media Bedingung für ein “gutes Studium” sein?

    Für viele Lehrende bleiben Fragen offen, die sich zum einen auf einen sinnvollen Einsatz und den Mehrwert von Social Media in der Lehre beziehen, zum anderen technische und rechtliche Herausforderungen betreffen. In der Präsenzlehre findet das Medium somit vergleichsweise wenig Zuspruch, das Potential bleibt weitgehend ungenutzt. In einer Vielzahl von Veröffentlichungen versuchen Autoren Chancen und vor allem didaktische Fragen zum Einsatz sozialer Medien in der Hochschullehre zu beantworten. Die Publikationen zeigen jedoch, dass es hier kein Patentrezept zur Nutzung gibt. Daneben gibt es Grenzen und die liegen dort, wo es um formalen Zwang und verordnete Mitarbeit geht.

    Prof. Dr. Olaf Christen, Professor für Allgemeinen Pflanzenbau / ökologischen Landbau an der Uni Halle, ist in zahlreichen sozialen Netzwerken wie Google+, Twitter und Facebook vertreten. Er sucht nicht nur den Austausch mit Experten, sondern informiert auch seine Studierenden zu zeitgemäßen Themen der Agrar- und Ernährungswissenschaften. In seinem Blog „Pflanzenbau on Tour“ diskutiert Prof. Olaf Christen aktuelle Themen aus Landwirtschaft und agrarwissenschaftlicher Forschung. Zudem betreibt Prof. Olaf Christen einen eigenen YouTube Videokanal. Über seine Vortragsvideos hinaus stellt er hier Informationen und Lehrvideos für Studierende bereit. Ein besonderes Anliegen von Prof. Olaf Christen ist, seine Lehre nachhaltig und zeitgemäß zu gestalten. Aktiv zu studieren heißt aus seiner Sicht auch, selbständig Neues zu erschließen und einen Praxisbezug zur Lehrveranstaltung herzustellen. Studierende lernen aus seiner Sicht auch außerhalb der universitären Umwelt.

    Prof. Olaf Christen teilt im Beitrag „Social Media in der Lehre“ seine Intentionen und Erfahrungen bei der Nutzung dieser Kommunikationsplattformen im Kontext Lehre und Forschung.

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  4. See this short report from the ICOLE 2014. You get summary Information about scientific Objectives and Contents of this Meeting.

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  5. Die sukzessive Ausgestaltung von Seminarräumen und Hörsälen unserer Universität mit digitalen Technologien wie z. B. Smartboards erfordert die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Möglichkeiten ihres Einsatzes in Lehrveranstaltungen. Lehrende haben die Möglichkeit unter Einbeziehung interaktiver multimedialer Technologien in der Lehre sinnvolle Lehr-/Lernszenarien zu entwickeln.

    Frau Prof. Cornelia Gläßer vom Institut für Geowissenschaften und Geographie erprobte den kombinierten Einsatz von Smartboard und Multitouch-Surface in ihrem Seminar „Angewandte Geofernerkundung“. Die hier durchgeführte offene Seminarform soll in besonderer Weise an die Erfahrungen der Lernenden aus Exkursionen anknüpfen und den Austausch von Fachwissen fördern. Dabei werden gesammelte Informationen durch die Studierenden diskutiert, analysiert, zugeordnet und bewertet. Smartboard und Multitouch-Surface unterstützen das kollaborative Arbeiten, da die 4-Touch- bzw. Multitouch-Funktion gleichzeitiges Agieren auf der Oberfläche ermöglicht und damit Inhalte nicht nur statisch präsentiert, sondern dynamisch schrittweise und gemeinsam entwickelt werden können.

    In dem Videobeitrag „Der Einsatz großformatiger Multitouch Displays in der Hochschullehre aus didaktischer Perspektive“ erläutert Frau Prof. Cornelia Gläßer ihren Modellversuch. Kernaspekte in den Ausführungen von Frau Prof. Cornelia Gläßer sind zudem der Mehrwert und die Grenzen des Einsatzes von Smartboard und Multitouch-Surface im Seminar.

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Kathrin Jäger | LLZ

Kathrin Jäger

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