1. Seit der Mensch Fahrzeuge konstruiert, denkt er auch über Antriebe nach und eine Kraft, die völlig kostenlos zur Verfügung steht ist immer der Wind. Mit der Kraft des Windes wurde die Welt entdeckt und erobert, lange bevor es andere Antriebsarten gab.

    So liegt es nahe, auch beim Longboard einmal auszuloten, wie man sich außer durch Pushen, Pumpen und durch die Schwerkraft beim Longboard Downhill noch antreiben lassen kann.

    Der Kite-Hersteller Ozone hat kürzlich in einer Werbekampagne von Ford etliche Longboarder mit Ozone Kites abgebildet und es ist aus einschlägigen Videos bekannt, dass in Berlin am Flughafen Tempelhof alle möglichen Segel- und Drachenantriebe mit Longboards ausprobiert werden.

    Etwa zeitgleich mit der Ford-Kamapange hat Ozone das Erscheinen eines neuen Trainerkites bekannt gegeben, der nie dagewesene Eigenschaften haben soll.

    Abgesehen von den noch immer 15 m langen Leinen klang die Werbung so, als wenn diese Kites genau das Richtige für einen Test mit dem Longboard sein würden. Also haben wir kurzerhand mit Sanja von Ozone gesprochen und uns die neuen Ozone Ignition Kites schicken lassen, haben vier Longboards eingepackt und sind nach Dänemark gefahren. Nach ein paar Runden auf dem Wasser mit den "richtigen" Kites haben wir dann einen Spot für den Test der Ozone Ignitions gesucht und getestet, ob sie als Longboard-Antrieb taugen.

    Wir waren zunächst sehr positiv überrascht, wie gut diese Kites sich als Trainerkite eignen. Das Flugverhalten entspricht viel mehr dem eines großen Depowerkites, als wir es von anderen Trainerkites kannten. Auch die dritte Leine ist so geschickt angebracht, dass man die Bar bei einer unerwarteten Böe einfach loslassen kann und dann genug Zeit hat, die Bar wieder heranzuziehen während der Kite noch drucklos ausweht. In den meisten Fällen kann man so den Kite noch in der Luft wieder unter Kontrolle bringen.

    Wir haben dann die ersten Tests mit dem Longboard gemacht. Man muss hier zunächst das Gefühl dafür bekommen, wie man ohne Depowerbar den Kite richtig im Windfenster platziert, was man aber schnell raus hat. Sehr positiv ist, dass der Kite niemals den brutalen Druck aufbaut, den ein großer Kite aufbauen kann und den auch die kleinen Vierleiner-Kites aus dem Buggy-Sport aufbauen, wenn man sie in Bewegung setzt. Wie ein Depowerkite baut sich beim Ozone Ignition der Druck langsam und konstant auf und endet auch auf einem Niveau, was den leichtgängigen Rollen eines Longboards angepasst ist. Selbst voll angepowert und tief im Windfenster beschleunigt das Longboard nicht endlos, sondern es ergibt sich eine sehr angenehme Reisegeschwindigkeit, wie man auf dem Video unten sehen kann.

    Wir haben auch getestet, welche der mitgebrachten Boards sich am besten zum Kiten mit dem Longboard eignen. Der Unterschied fällt nicht zu sehr ins Gewicht, wenn man wie im Video vorwiegend geradeaus fährt. Aber wie wir vorher schon vermutet hatten, hat man das sicherste Gefühl auf einem gedroppten Board mit einer ausgeprägten Konkave im Deck. Hier konnte das Bustin Boombox aufgrund der extremen Konkave und aufgrund seiner hohen Wendigkeit punkten. Kurze Schlenker, um die Leinenspannung zu halten, sind dank der Kraftübertragung über die Konkave mit minimalem Druck zu realisieren und man steht unglaublich sicher auf dem Brett. Das gedroppte Board macht zudem nicht nur das Halten des Gleichgewichts einfacher, auf Grund des niedrigeren Schwerpunktes, sondern durch die Aufbiegung vorne und hinten fällt es auch leichter, die Füße zu positionieren, ohne aufs Board zu gucken.

    Tricks und Sprünge, wie man sie von den Landkitern mit Mountainboards kennt, dürften mit dem Trainerkite Setup schwer zu realisieren sein. Der Kite hat hierfür nicht genug Druck und es fehlt das Trapez. Aber für längere Longboardtouren über freies Land ist der Ignition ein perfekter Antrieb. Im Reisegepäck fällt der kleine und leichte Kite so gut wie nicht ins Gewicht und kann bei passenenden Passagen immer schnell einsatzbereit gemacht werden.

    Natürlich kann man auch seinen Spaß mit Longboard und Kite haben, wenn man keine längeren Touren plant. Die Koordination von Board und Kite gleichzeitig ist eine spannende Herausforderung, die viel Spaß macht, selbst wenn man nur auf dem leeren Supermarktparkplatz herum kurvt.

    Für alle Longboarder, die den Brettsport irgendwann auf dem Wasser betreiben wollen, bietet die Kombination aus Trainerkite und Longboard einen immensen Vorteil: Kiteunterricht ist teuer und häufig mit weiten Anreisen und der Hoffnung verbunden, dass zum gebuchten Termin auch wirklich Wind ist. Nun kannst Du viele Kitestunden einsparen, indem Du nicht nur die Kitekontrolle mit dem Trainerkite relativ gefahrlos auch alleine üben kannst: In Verbindung mit einem Longboard kannst Du nun auch Board- und Kitekontrolle zusammen bringen und so nach ganz kurzer Zeit schon aufs Kiteboard kommen.

    Mehr Info: http://www.longboard-markt.de

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longboard-markt.de

Andreas Cukrowski

http://www.longboard-markt.de

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