1. Der Wegfall der Milchquote 2015 hat die Bauern in eine existenzbedrohende Krise geführt. Wir erörtern die Chancen einer Landwirtschaft, die die Märkte in der Dritten Welt nicht kaputt macht, das Trinkwasser schützt und die biologische Vielfalt erhält, die Tieren und Menschen ein Leben in Würde ermöglicht.
    Wir diskutieren mit:
    Kerstin Lanje, Referentin bei Misereor
    Hendrik Lübben, Bauer vom niedersächsischen Landvolk
    Holger Thiele, Agrarökonom mit Schwerpunkt Agrarpolitik, Fachhochschule Kiel
    Kirsten Wosnitza, Bäuerin vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter Schleswig-Holstein
    Moderation: Gernot Knödler, Redakteur der taz.nord
    Veranstaltung vom Dienstag, den 22. März 2016, 19.30 Uhr, im
    Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

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  2. Kaum ein anderer tut so viel für Hamburg, könnte man meinen, wie Klaus Michael Kühne. Der Mehrheits-Aktionär des Logistik-Riesen Kühne+Nagel ist mit verschiedensten Sponsoring-Projekten in seiner Geburtsstadt präsent. Er finanziert die Sanierung der Katharinenkirche, unterstützt die Elbphilharmonie, profilierte sich als „Retter von HapagLloyd“, sponsert Literaturhaus und Harbour Front Literaturfestival und unterhält mit der Kühne Logistics Univerity eine eigene Privat Hochschule. Als spendabler Bestimmer hat er sich bei vielen HSV-Fans ausgesprochen unbeliebt gemacht. Aber immerhin hat er den Hamburgern – zumindest nominell – ihr „Volksparkstadion“ wieder gegeben.
    Seinen Firmensitz hat Kühne+Nagel, aus Sorge vor den Sozialdemokraten, zwar schon 1969 von Hamburg in die Schweiz ausgelagert. Doch auch, wenn die Steuereinnahmen seither im idyllischen Schindeleggi hoch über dem Zürichsee fällig werden – als Arbeitgeber ist Kühne auch für Hamburg noch immer eine große Nummer.
    Hamburg ist nicht undankbar. Der Senat machte Klaus-Michael Kühne zum Professor ehrenhalber, und als seine Firma nun ihr 125. Gründungsjubiläum feierte, lag das Goldene Buch der Stadt weit aufgeschlagen vor dem Sponsor. Ein mehrgängiges „Senatsfrühstück“ inklusive.
    Aber: Muss man Wohltäter in Watte packen? Denn zugleich ist Klaus Michael Kühne ja ein Sponsor mit sehr spezieller Geschichte: Mit einer reichhaltigen NS- und Arisierungsgeschichte – auch in eigener Sache –,
    die die Firma noch immer weitestgehend unter dem Deckel zu halten versucht.
    Nach wie vor ist das Firmenarchiv für Historiker tabu.
    Nach wie vor behauptet die Firma, sie habe sich 1933 von ihrem jüdischen Teilhaber „freundschaftlich getrennt“. Nach wie vor tut die Firma so, als habe sie lediglich „in dunklen Zeiten“ versucht, wirtschaftlich über Wasser zu bleiben. Die Wahrheit ist: Kühne+Nagel sicherte sich das Monopol für die Verwertung des gesamten Besitzes der aus Westeuropa deportieren jüdischen Bevölkerung.
    In der Diskussion wollen wir klären, ob diese monströse Dimension moralische Konsequenzen haben kann. Über welche Handlungsspielräume verfügt eine Stadt jenseits der Investorenpflege? Dürfen Wohltäter alles? Oder gilt: Wer spendet, darf bestimmen? In welcher Zwickmühle befinden sich Kulturinstitutionen, die von Klaus-Michael Kühne und seinen Stiftungen reichhaltige Unterstützung erfahren?
    Wir diskutieren mit:
    Norbert Hackbusch, wirtschafts- und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE
    Thomas Kerfin, HSV-Supporters-Club
    Cornelia Rauh, stellvertretende Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte
    Gabriele Dobusch, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion
    Moderation: Henning Bleyl, Redakteur der taz.nord
    Veranstaltung vom Dienstag, den 19. Januar 2016, 19.30 Uhr, im
    Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

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  3. Olympische Spiele sind bezahlbar und eine große Chance für die Entwicklung neuer Stadtteile, für den Breitensport und das Image Hamburgs in der Welt. Die BürgerInnen haben alle notwendigen Informationen bekommen, um sich eine klare Meinung für den Volksentscheid am 29. November zu bilden. Das sagen die Befürworter.
    Olympische Spiele sind unbezahlbar und eine Gefahr für den sozialen Frieden in der Stadt, sie sorgen für explodierende Mieten und Gentrifizierung. Über die wahren Milliardensummen werden die BürgerInnen getäuscht. Hamburg wird sich verschulden und im Sozialbereich sparen müssen. Das sagen die Kritiker.
    Fünf Tage vor dem Referendum diskutieren wir mit:
    Manfred Braasch, BUND Hamburg
    Michael Rothschuh, Nolympia Hamburg
    Heike Sudmann, Bürgerschaftsabgeordnete Die Linke
    Anjes Tjarks, Fraktionschef Die Grünen in der Bürgerschaft
    Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender DOSB
    Christoph Holstein, Olympia-Staatsrat in der Hamburger Innen- und Sportbehörde
    Moderation: Sven-Michael Veit, Politischer Korrespondent der taz.nord
    Veranstaltung vom Dienstag, den 24. November, 19.30 Uhr, im Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

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  4. An Bahnhöfen bringen sie Ankommende zum Zug und sorgen für Proviant, sie verteilen Kleider und organisieren Sprachunterricht. Und der Staat versagt. Wie lange soll das noch so gehen, dass freiwillige HelferInnen und AktivistInnen auffangen, was die zuständigen Stellen versäumen? Und: stützen sie damit die Verhältnisse, die sie eigentlich ablehnen? Was wäre, wenn die, die helfen, stärker für politische Änderungen auf die Straße gingen? Wie weit darf Hilfe gehen, wie könnte eine politische Perspektive aussehen und wer müsste dazu beitragen?
    Wir diskutieren mit:
    Ali Ahmet, ein Sprecher der Gruppe "Lampedusa in Hamburg"
    Olaf Bernau, Afrique-Europe-Interact
    Karl-Heinz Dellwo, Verleger Laika Verlag
    Simone Will vom Spielplatzverein BaSchu
    Moderation: Lena Kaiser, taz.nord
    Veranstaltung vom Dienstag, den 15. Dezember, 19.30 Uhr, im Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

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  5. Kinder und Jugendliche müssen in Heimen besser geschützt werden. Wie kann verhindert werden, dass es ihnen dort womöglich noch schlechter geht als in ihren Familien? Gehören autoritäre Konzepte wie Phasenmodelle geächtet? Geht es besser ohne Heime?
    Darüber diskutierten wir mit:
    Karl Heinz Brisch, Kinder- und Jugendpsychiater der Uniklinik München, Bindungsforscher, Leiter eines Projekts zur Traumadiagnostik ehemaliger Haasenburg-Jugendlicher
    Burkhard Czarnitzki, Abteilungsleiter für Jugendsozialarbeit bei Basis und Woge e.V., Hamburg
    Wolfgang Hammer, ehemaliger Leiter der Abteilung Jugendhilfe in Hamburg und früherer Sprecher der Jugendministerkonferenz für Kinderschutz
    Timm Kunstreich, Sozialwissenschaftler, früherer Leiter der sozialpädagogischen Aus-/Fortbildung beim Jugendamt Hamburg
    Dabei waren auch Straßenkinder, u.a. Isi und Lucas.
    Moderation: Kaija Kutter, Redakteurin der taz.nord
    Veranstaltung vom Dienstag, den 15. September, 19.30 Uhr, im Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

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Die taz.nord veranstaltet seit Oktober 2006 taz Salons in Hamburg, die, bis auf eine zweimonatige Sommerpause, monatlich im Kulturhaus 73 stattfinden. taz-RedakteurInnen und -AutorInnen widmen sich aktuellen Themen aus Politik und Kultur. Die meisten…


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Die taz.nord veranstaltet seit Oktober 2006 taz Salons in Hamburg, die, bis auf eine zweimonatige Sommerpause, monatlich im Kulturhaus 73 stattfinden. taz-RedakteurInnen und -AutorInnen widmen sich aktuellen Themen aus Politik und Kultur. Die meisten Salon-Themen sind hamburgische, aber gelegentlich bestreiten auch KollegInnen von der taz in Berlin mit ihren häufig weltumspannden Themen unsere Salons.

Seit September 2015 zeichnen wir ausgewählte, hamburgische Salons auf, damit Sie im Nachhinein noch dabei sein können.

Seit April 2015 finden sporadisch auch in Bremen taz Salons statt, dort bislang ausschließlich zu bremischen Themen. Der Veranstaltungsort ist das KiOto, das Kulturzentrum Lagerhaus.

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