1. 80,89 - Eine Rauminstallation
    Benrath&Kluge

    Das Duo Benrath&Kluge untersucht in seiner Rauminstallation 80,89 inhaltlich und ästhetisch die Institution Krankenhaus als Ort des Sterbens und wirft die Frage auf, wie wir sterben wollen.
    Angeregt durch die Auseinandersetzung mit dem Todestabu der westlichen Gesellschaft entstand die Idee, einen ästhetischen Raum zu gestalten, der das Verhältnis von Leben und Tod im Hinblick auf deren jeweilige Sichtbarkeit untersucht: Für die Lebenden ist der Tod konsequent unverfügbar. Selbst im Sterben leben wir noch. Was uns bleibt, sind die Räume und Atmosphären des Todes, die das Leben durchdringen. Die Transformation des menschlichen Körpers von lebendigem Leib zu lebloser Materie, dieser eine Moment, zwischen hier und dort, wird in unserer Gesellschaft in Institutionen verbannt, unsichtbar gemacht, tot geschwiegen. Das Sterben ist in eine Wolke von Peinlichkeit und Angst gehüllt und wird als Scheitern der modernen Medizin tabuisiert.
    Die Rauminstallation wird jeweils von nur einem Besucher betreten. Alleine hat man Zeit zu verweilen, dem Audiomaterial zu lauschen und sich auf persönliche Art mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich ihm zu öffnen. Ziel ist es, dem Tod bzw. dem Sterben ein Stück näher zu kommen, um eine andere Sicht auf das Leben zu gewinnen.

    Cast:
    Konzept und Umsetzung: Johanna Benrath und Tobias Kluge
    Konstruktion und Bau: Norbert Seiger
    Medienbetreuung: Ernst Strich
    Foto- und Videodokumentation: Gediminas Schüppenhauer
    Dank an: Cornelius Thomas, Friedrich Benrath, Oda von Meding, Schlachthof Team, Theater der Versammlung, Universitätsklinikum Mannheim, Hospiz Horn e.V. und Hospiz- und Palliativverband Bremen e.V. (unter Vorbehalt)

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  2. Fear Industry Projekt – 32 Operatic Acts for Stage and Real Life
    Achim Wieland

    Vom Publikum am European Capital of Culture enthusiastisch gefeiert, kommt Fear Industry in der erweiterten Fassung (Fear Industry Projekt) nach Bremen. Mit ihrer in Zypern erfolgreichen Performance gastiert die Gruppe nun in verschiedenen europäischen Städten. An jedem Ort erweitern sie ihr Ensemble um eine/n lokale/n Performer*in, um so die Auseinandersetzung mit dem Thema Angst durch die spezifischen Ängste vor Ort zu bereichern und in einen Dialog mit den Menschen der Stadt zu treten.
    In Zusammenarbeit mit der Bremerin Andrea zum Felde zeichnen uns die drei Performer*innen und eine Mezzo–Sopranistin ein Wechselbad der Ängste des 21. Jahrhunderts. Wir fürchten uns vor Altersfalten und Überschwemmungen, Pädophilie und Drogenmissbrauch, Einsamkeit, Internetspionage, Migranten und Terrorismus und nicht zuletzt vor der kurz bevorstehenden Atomkatastrophe. Wie wurden wir Teil dieser Maschinerie, die unsere menschliche Existenz auf die Erwartung von Unglück reduziert?
    Der Regisseur Achim Wieland verknüpft Performance, Schauspiel und Opernelemente und inszeniert die subtile Ausbeutung der Angst in Medien, Politik und Wirtschaft. Gekonnt verdichtet das Ensemble historische Reden, analytische Inhalte und Alltagsszenen zu einer Mischung aus öffentlicher Stellungnahme und intimer Bekenntnis. Die Reibung, die hierbei entsteht, unterstreicht sowohl den schonungslosen Druck externer Manipulation, wie auch die innere Kraft uns dieser zu stellen.

    Participants/Artists:
    Achim Wieland (Direction/Idea), Dramaturgy/script: With the Performers, Marios Ioannou, Elena Kallinikou, Andrea zum Felde (Performers), Marianna Pieretti (Mezzo-Soprano), Lia Haraki (Artistic Advisor), Sossee Eskidjian (Set,Costume), Giorgos Lazoglou (Light Design), Panos Bartzis (Sound/Musical Advisor). With live areas and choral works by Händel, Purcell, Wolf, Schumann, Pärt.

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  3. Death is certain
    Meyer-Keller

    Kirschen haben eine zarte Haut, Fleisch und in ihrer Mitte eine Art Knochen. Ihr Saft ist rot wie Blut. Und wenn man sie behandelt, wie Menschen manchmal Menschen behandeln, so werden sie selber zu Menschen - oder zumindest zu animierten Objekten, die zur Identifikation einladen.
    Inspiriert von Märchen, in denen Objekte manchmal leben und dann eigentlich immer zu Projektionsflächen für eigene Erfahrungen und Fantasien werden, hat Eva Meyer-Keller in der Performance "Death is certain" Süßkirschen zu Protagonisten erhoben. Die Früchte werden zwar noch entstielt, aber nicht mehr gewaschen und entkernt. Stattdessen werden sie getötet.
    Mit handwerklicher Sorgfalt erledigt sie dieses Geschäft, in dem das Alltägliche ins Brutale kippt. Der Betrachter wird an literarische und filmische Tode erinnert, aber auch an die Realität von Hinrichtungen, wie sie tatsächlich geschehen: Assoziationen aus dem Fundus individueller und kollektiver Erfahrungen angesichts süßen Sterbens am Küchentisch.

    Eine Performance von Eva Meyer-Keller
    Produktion: Eva Meyer-Keller
    Performerin: Irina Müller
    Organisation: Alexandra Wellensiek

    Mit freundlicher Unterstützung von Vooruit Gent, Stuk Leuven
    Dank an Alexandra Bachzetsis, Juan Dominguez, Mette Edvardsen, Cuqui Jerez, Martin Nachbar, Rico Repotente

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  4. LANDSCHAFT mit CHICKS
    how to bleed one week a month
    Pargätzi, Jesse, Kallenbach, Senne

    Die Theaterperformance LANDSCHAFT mit CHICKS fragt nach der Identitätskonstruktion junger Frauen.
    In der Zusammenarbeit des Künstlerinnenkollektivs Pargätzi, Jesse, Kallenbach und Senne mit jungen Bremerinnen (14-30 Jahre) werden diese zu Expertinnen ihrer Weiblichkeit. Motiv der Performance ist eine Lebenszeit, in der Mädchen Objekt von Weiblichkeit und Sexualität werden, eine Transformation, die nicht nur faszinierend sondern auch beängstigend wirkt – auf sie selbst sowie ihre Umwelt. Was bedeutet es für junge Frauen, gesellschaftlich nicht mehr als Mädchen sondern als Frau definiert zu werden? Wie sehen sie sich und wie werden sie gesehen? Die junge weibliche Identität ist Projektionsfläche für Angst und Faszination, der Körper junger Frauen wird aufgeladen mit Phantasien, Klischees und Stereotypen. Was bedeutet es überhaupt, ein Frauenbild zu verkörpern?
    Ästhetisch beschäftigt sich das Projekt mit der Dekonstruktion stereoyper Bilder mittels theatraler Strategien der Verfremdung. Die Performerinnen inszenieren sich gegenseitig, werden zu Bildhauerinnen ihrer eigenen Identität. Die Zuschauenden werden zu einer szenischen Ausstellung eingeladen und treffen auf Figuren, die ihnen so fremd wie bekannt erscheinen könnten.

    Von/Mit: Gianna Pargätzi, Marietheres Jesse, Laura Kallenbach, Mariana Senne, Carolina Sipos, Franziska Heitkötter, Jule Münch, Julia Oertel, Lluvia Linda Ruiz Müller, Luiza Davison, Timmi Davis

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  5. Orrrd

    Das Projekt Orrrd von Norman Neumann und Gustavo Méndez steht für generativen und elektronischen Klang im Spannungsfeld von Befehl und Ordnung. Im performativen Experiment lassen Order fragile Bild- und Tonebenen im Raum erfahrbar werden. Dazu werden unterschiedliche Informationsquellen bearbeitet, versendet und fragmentarisch zu neuen Strukturen verknüpft. Im Prozess des menschlichen Befehls und dessen maschineller Weiterleitung und Ausführung wird eine Unschärfe durch Übersetzung und Interpretation von Information verursacht, wodurch sich die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Maschine stellt.

    Website: orrrd.com
    Videos: vimeo.com/order
    medz.com
    normannneumann.de

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Explosive! Festival 2016

theaterwerkstatt SCHLACHTHOF Plus

Internationales Festival für junges Theater im Kulturzentrum Schlachthof Bremen.
13.-17. Januar 2016
Hier sind Auszüge aus unserem Programm. Sei dabei, lass dich verzaubern!

Das ganze Programm:
explosivefestival.de

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