1. Am 7. Dezember 2016 eröffneten Bundespräsident Joachim Gauck und der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Eppelmann, die Veranstaltung „Vereint und doch getrennt? Die Einheit Europas und das Erbe der Geschichte“. Auf der abschließenden Veranstaltung der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Vergangenheit erinnern - Demokratie gestalten“ diskutierten im Schloss Bellevue die Podiumsgäste Adam Krzemiński, Neil MacGregor, Katja Petrowskaja und Werner Schulz mit der Moderatorin Sabine Adler vom Deutschlandradio. Eingeladen zu der Veranstaltung waren Schülerinnen und Schüler der Seminargruppe des Freiwilligen Sozialen Jahres im Politischen Leben, Studierende der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität sowie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Rechtsreferendare des Landes Berlin.

    In seiner Einführung betonte Rainer Eppelmann den europäischen Charakter der revolutionären Umwälzungen der Jahre 1989/90. Er erinnerte den Mauerfall nicht nur als deutsches sondern zutiefst europäisches Ereignis, dem eine europaweite Bürgerbewegung vorangegangen sei. Die nachfolgende Osterweiterung der EU im Jahr 2004 beschreibe aus seiner Sicht den vorläufigen Höhepunkt der Demokratie in Europa. Heute befinde sich der Kontinent jedoch in einer andauernden Krise, die insbesondere den Rechtspopulisten und Nationalisten in Osteuropa in die Hände spiele. Entgegen der Vision eines vereinten Europas des Friedens und der Demokratie propagierten diese eine vermeintliche Fremdbestimmung durch Brüssel. Der Grund dafür liege in der jahrzehntelangen Diktaturerfahrung, die nationale Identität und Selbstbehauptung verhindert habe. Aufgrund dieser Entwicklungen appellierte Rainer Eppelmann an ein größeres Verständnis füreinander und die Anerkennung der unterschiedlichen Geschichtsverläufe. Sein Wunsch sei es, dass die europäischen Bürgerinnen und Bürger zu einer gemeinsamen europäischen Identität finden, die ein dauerhaftes geeintes Europa der Freiheit, des Friedens und der Demokratie möglich mache.

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  2. Am 7. Dezember 2016 eröffneten Bundespräsident Joachim Gauck und der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Eppelmann, die Veranstaltung „Vereint und doch getrennt? Die Einheit Europas und das Erbe der Geschichte“. Auf der abschließenden Veranstaltung der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Vergangenheit erinnern - Demokratie gestalten“ diskutierten im Schloss Bellevue die Podiumsgäste Adam Krzemiński, Neil MacGregor, Katja Petrowskaja und Werner Schulz mit der Moderatorin Sabine Adler vom Deutschlandradio. Eingeladen zu der Veranstaltung waren Schülerinnen und Schüler der Seminargruppe des Freiwilligen Sozialen Jahres im Politischen Leben, Studierende der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität sowie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Rechtsreferendare des Landes Berlin.

    In seiner Begrüßung betonte Bundespräsident Joachim Gauck die Bedeutung der Erinnerung für das Politikverständnis und den aktuellen politischen Gestaltungswillen einer Gesellschaft. Das europäische Friedensprojekt begründe sich zwar auch auf gemeinsamen Erfahrungen und Hoffnungen, dem Fundament der Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit - jedes europäische Land habe aber eigene Erfahrungen gemacht und erinnere vor allem die eigene, individuelle Geschichte. Bundespräsident Joachim Gauck erinnerte daran, dass der Westen Europas schon nach dem Zweiten Weltkrieg die Chance zur Etablierung demokratischer Strukturen hatte, während die Länder Ost- und Mitteleuropas bis 1989/90 Erfahrungen der kommunistischen Gewaltherrschaft gemacht hätten. Die unterschiedlichen historischen Entwicklungen, die plurale Erinnerung und das fehlende Verständnis füreinander schaffen seiner Ansicht nach heute den Raum für nationalistische Strömungen. Er betonte daher die Notwendigkeit, die Vielfalt der Erinnerungen anzuerkennen. Dies sei ein erster Schritt, um darüber hinaus Wege zu finden, den Zusammenhalt und europäisches Denken zu fördern.

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  3. Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe “Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten” des Bundespräsidenten und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am 1. Dezember 2015 im Schloss Bellevue diskutierten die Podiumsgäste Klaus-Ewald Holst, Petra Hoyer, Johannes Ludewig, Richard Schröder, Hans-Werner Sinn zum Thema “Nach dem Staatsbankrott. Der Wandel in der DDR und in Ostdeutschland von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft." Es moderierte die Publizistin und Journalistin Alexandra Gerlach. Das Magazin bietet eine Übersicht über die Veranstaltung.

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  4. Am 1. Dezember 2015 eröffneten Bundespräsident Joachim Gauck und der ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Eppelmann, die Veranstaltung ”Nach dem Staatsbankrott. Der Wandel in der DDR und in Ostdeutschland von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft” der gemeinsamen Veranstaltungsreihe “Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten”. Auf der bereits fünften Veranstaltung diskutierten im Schloss Bellevue Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums Potsdam, des Wilhelmstadt Gymnasiums Berlin, der Seminargruppe des Freiwilligen Sozialen Jahres im Politischen Leben und Studierende der Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam mit den Podiumsgästen Klaus-Ewald Holst, Petra Hoyer, Johannes Ludewig, Richard Schröder und Hans-Werner Sinn. Die Publizistin und Journalistin Alexandra Gerlach moderierte die Veranstaltung.

    In seiner Einführung erinnerte Rainer Eppelmann an den maroden Zustand vieler Betriebe und den schwierig zu bewältigenden Alltag in der DDR als Folge der 40-jährigen kommunistischen Misswirtschaft. Er betonte den fortwährenden Wunsch der ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger nach Freiheit, Demokratie und einem besseren Lebensstandard – so wanderte der Blick häufig hinüber zum westlichen Nachbarstaat. Zudem wies Rainer Eppelmann auf die Herausforderungen des allumfassenden Strukturwandels hin, die nicht nur politischer, sondern auch gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Art waren. Der Wandel habe das Leben vieler Menschen komplett auf den Kopf gestellt und sei heute noch zu spüren.

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  5. Am 1. Dezember 2015 eröffneten Bundespräsident Joachim Gauck und der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Eppelmann, die Veranstaltung ”Nach dem Staatsbankrott. Der Wandel in der DDR und in Ostdeutschland von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft” der gemeinsamen Veranstaltungsreihe “Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten”. Auf der bereits fünften Veranstaltung diskutierten im Schloss Bellevue Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums Potsdam, des Wilhelmstadt Gymnasiums Berlin, der Seminargruppe des Freiwilligen Sozialen Jahres im Politischen Leben und Studierende der Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam mit den Podiumsgästen Klaus-Ewald Holst, Petra Hoyer, Johannes Ludewig, Richard Schröder und Hans-Werner Sinn. Die Publizistin und Journalistin Alexandra Gerlach moderierte die Veranstaltung.

    In seiner Begrüßung hob Bundespräsident Joachim Gauck die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten 25 Jahre in den ostdeutschen Bundesländern hervor, die trotz der schweren Rahmenbedingungen zu verzeichnen sei. Er erinnerte an die enorm schnelle Abfolge von Entscheidungen, die infolge der Friedlichen Revolution und des Sturzes der SED-Führung im Herbst 1989 getroffen werden mussten. Politische und ökonomische Ziele seien dabei nicht immer in Einklang zu bringen gewesen. So erhöhte die steigende Massenabwanderung der ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger nach Westdeutschland hin zur D-Mark den Handlungsdruck enorm. Als Folge wurde schon am 1. Juni 1990 die Wirtschafts- und Währungs- und Sozialunion gegründet – ein erster Schritt in Richtung Wiedervereinigung und zur Auflösung der Planwirtschaft.

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(ARCHIV) Erinnern und Gestalten 2015 ( BPRA )

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