WUPPERTAL - DIE BÖRSE
"The Vase" - Cie. OFEN
Freitag, 02. Juni um 20:00 Uhr

Cie.OFEN, die freie Tanzcompagnie des Pina-Bausch-Tänzers Michael Carter, arbeitet am Freitag, 2. Juni, bei „The Vase“ mit der Poesie des Körpers. Sie streift das gewöhnliche Tanzvokabular ab, um die (Körper-)Spannung dessen zu erkunden, was sowohl in der natürlichen Schönheit, als auch in der entsetzlichen Wahrheit liegt.

The Vase illustriert den Versuch zweier Figuren, eine zerbrochene Liebe zu reparieren. Während dieses rekonstruktiven Prozesses finden sie heraus, dass ihre Beziehung durchsetzt ist mit Paradoxien, die ihre Versöhnung vereiteln.

Extreme Gefühle, Empathie und Zerstörung, Liebe und Hass, Schönheit und Hässlichkeit, Leere und überwältigende Fülle treffen aufeinander.

The Vase handelt von zwei Menschen mit unsicherer Zukunft. Ihre Versöhnung hängt ganz allein von Ihnen ab.

Concept & Performance: Gala Moody & Michael Carter, Music: Sascha Budimski, Light design: Michael Carter, Gala Moody. Supported by Centro Danza Canal (Esp), Compañía Nacional de Danza (Esp), Ultima Vez (Be), Leigh Warren & Dancers (Aus), RITCS Molenbeek (Be).

gefilmt von Nathalie Larquet für TANZwebWUPPERTAL.de

Nachtkritik auf TANZwebWUPPERTAL.de:
„THERE IS NO FIRE-ESCAPE IN HELL…“
- CIE. OFEN MIT „THE VASE“ IN DER WUPPERTALER „BÖRSE“ -

eine Nachtkritik von Klaus Dilger

Ariel Dorfman’s „Purgatorio“ diente der „Compagnie OFEN“ des Pina Bausch Tänzers Michael Carter und der früheren Michelle Anne de Mey und Wim Vandekeybus/Ultima Vez Tänzerin Gala Moody als Vorlage und Inspiration zu ihrem Tanzstück „The Vase“, das am 2. Juni in Wuppertal in der „Börse“ zur Aufführung gelangte.

Vier Stühle, ein Tisch und der Boden, überzogen von einer ausgetrockneten dünnen Lehmschicht, davor ein (Regie)Tisch, auf den ein Laptop, Lichtsteuerung, Mikrofon und Tonanlage gepackt sind, nebst Sampler-Pedal auf dem Boden, mit dessen Hilfe sich Endlos-Tonschleifen erzeugen und wiedergeben lassen.

Die karge Versuchslandschaft signalisiert etwas Prozesshaftes, lange Zurückliegendes und doch nicht Abgeschlossenes, dem bereits jede Flüssigkeit und Leben Spendendes entzogen wurde, dem handelnde Personen abhanden gekommen sein müssen, präsentiert in einem Raum, dessen Unwirtlichkeit wenig Hoffnung für „die Frau“ und „den Mann“ erwarten lassen, wie Dorfman seine „Purgatorio“-Protagonisten nennt.

Der Chilenische Autor, der weltweite Beachtung vor allem durch sein Drama „Der Tod und das Mädchen“ erlangte, das Roman Polanski 1994 mit Sigourney Weaver und Ben Kingsley verfilmte, greift in seinem Bühnenstück „Purgatorio“ auf Euripides’ Mythos „Medea“ zurück, die ihre beiden Söhne tötete, nachdem Jason sie verlassen hatte. Sie antwortete mit dieser Tat auf das Schlimmste, was ihr von dem Geliebten angetan werden konnte mit dem Schlimmsten, was sie ihm antun konnte. ...

CONTINUE:
tanzwebwuppertal.de/TANZwebWUPPERTAL/NACHTKRITIK/Eintrage/2017/6/4_NACHTKRITIK_zu_THE_VASE_-_Cie._OFEN.html

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