Die Themen Bauen und Wohnen sind in mehrfacher Hinsicht für eine soziale Transformation zu einer demokratischen, gerechten und zukunftsfähigen Gesellschaft wichtig. Einerseits ist der Zugang zu leistbarem Wohnraum ein Menschenrecht, das von Immobilienspekulation und der Ausrichtung des Wohnbaus auf Wertsteigerung bedroht wird. Andererseits fließt ein großer Anteil an Rohstoffen und Energie in diesen Sektor. Er ist also auch ein wichtiger Ansatzpunkt für Veränderungen in diesen Bereichen. In den letzten Jahren ist auch in Österreich das Interesse an selbstverwaltetem Wohnraum sprunghaft gestiegen, und es sind viele neue Projekte entstanden. In anderen Ländern gibt es hier bereits eine lange Tradition, die entsprechende Rechts- und Finanzierungsmodelle hervorgebracht hat. Für Menschen, die solche Projekte schaffen wollen, ist es wichtig, ökologisch und durch einen hohen Grad an Eigenleistung auch billig bauen zu können. Das Mietshäuser Syndikat erläutert, wie Häuser auf Dauer dem Markt entzogen werden können. Das Projekt Green Skills vermittelt Know-how über ressourcen- und geldsparende Technologien für den Selbstbau.

mit
Mietshäuser Syndikat (De)
Paul Adrian Schulz (Green Skills, Sprungbrett Aspern / AT)

2012.elevate.at/e12bauen
Elevate Festival 2012, 26.10.2012, Graz, Austria

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Elevate Festival 2012 - Diskurs

Elevate Festival PRO

2012 - Das Elevate Festival thematisierte die Apokalypse als Fragestellung: Gelingt es, den dringend nötigen Wandel hin zu solidarischen Wirtschafts- und Lebensweisen, die die ökologischen Grenzen respektieren und Menschenrechte achten, zu bewerkstelligen?…


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2012 - Das Elevate Festival thematisierte die Apokalypse als Fragestellung: Gelingt es, den dringend nötigen Wandel hin zu solidarischen Wirtschafts- und Lebensweisen, die die ökologischen Grenzen respektieren und Menschenrechte achten, zu bewerkstelligen? Oder bedarf es erst großer Katastrophen, damit grundlegende Veränderungen entschieden vorangetrieben werden?

Das Thema „Weltuntergang 2012“ ist schon seit einigen Jahren immer wieder in den Medien präsent – nicht zuletzt wegen diverser Voraussagen, die aus Überlieferungen der Maya-Kultur stammen sollen. Die Wintersonnenwende am 21. Dezember 2012 wird fälschlicherweise als Ende des Maya-Kalenders bezeichnet und zum Anlass genommen, unseriöse Katastrophenszenarien – ausgelöst etwa durch einen abrupten Polsprung im Magnetfeld der Erde oder durch das plötzliche Auftauchen eines „Planeten X“ – zu verbreiten.

Abseits dessen gibt es jedoch eine ganze Menge tatsächlicher Bedrohungen: Wird nicht ein grundlegend anderer Weg eingeschlagen, wird sich die gegenwärtige Wirtschaftskrise weiter verschärfen und die in der westlichen Welt zu beobachtende Entdemokratisierung weiter vorangetrieben werden. Gelingt es nicht, den Klimawandel auf ein bestimmtes Ausmaß zu beschränken, könnten noch in diesem Jahrhundert erhebliche Teile des Planeten für Menschen unbewohnbar werden. Und nicht zu vergessen: Die nukleare Bedrohung – insbesondere durch veraltete Atommeiler in Grenznähe – ist auch hierzulande nach wie vor real, auch wenn sie im Alltag meist nicht mehr im Bewusstsein ist. Für immer mehr Menschen (vor allem im globalen Süden) ist die große Katastrophe im Übrigen keine zukünftige Bedrohung, sondern bereits heute Alltag: Die Zunahme von Hunger, Armut und Elend ist Folge eines globalen Wirtschaftssystems, dessen Wachstumszwang einen stetig steigenden Ressourcenverbrauch und die damit einhergehende Zerstörung lebenswichtiger Ökosysteme und landwirtschaftlich nutzbarer Böden verursacht.

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