1. Hans-Helmuth Gander studierte Philosophie, Psychologie, Kunstgeschichte, Germanistik, Theaterwissenschaft sowie Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Köln, Saarbrücken und Freiburg. Er wurde 1987 mit einer Arbeit zu den Voraussetzungen und Grundstrukturen von Diltheys Grundlegung der Geisteswissenschaften promoviert. Von 1987 bis 1992 war er im Rahmen der Heidegger-Gesamtausgabe Editor und Herausgeber der frühen Heidegger-Vorlesung „Grundprobleme der Phänomenologie (1919/20)“. Von 1990-1996 arbeitete er am Institut für Philosophie der Universität Stuttgart. Im Jahr 1998 habilitierte er sich mit der Untersuchung „Selbstverständnis und Lebenswelt. Grundzüge einer phänomenologischen Hermeneutik im Ausgang von Husserl und Heidegger“. 1999 übernahm Gander die kommissarische Leitung des Freiburger Husserl-Archivs, ging 2001 als Vertretungsprofessor an die Universität Tübingen. Seit 2003 ist er an der Universität Freiburg Professor für Philosophie und Direktor des Husserl-Archivs sowie seit 2009 auch Leiter des Bernhard-Waldenfels-Archivs.

    Von 2010-2018 war Gander Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg. Seit 2015 ist er auch Vorstandsvorsitzender des Konfuzius-Instituts an der Universität Freiburg und seit 2016 zudem stellvertretender Vorsitzender des China Forums der Stadt Freiburg. Im Herbst 2018 wurde er zum geschäftsführenden Direktor des Forschungszentrums „Centre for Security and Society“ gewählt und ernannt. Seit 2016 ist er auch Direktoriumsmitglied der interdisziplinären trinationalen Graduiertenakademie „Security, Risk, Orientation“. Gander ist Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Wissenschaftlichen Beiräten und Institutionen, u.a. der „Thales-Akademie für Wirtschaft und Philosophie“, dessen Studiengang „Wirtschaftsethik“ er in Verbindung mit der Freiburger Akademie für universitäre Weiterbildung seit 2014 als wissenschaftlicher Leiter betreut.

    Neben seinen erkenntnistheoretischen und ästhetischen Forschungsinteressen im Bereich von Phänomenologie und Hermeneutik beschäftigt sich Gander mit Politischer Philosophie und Politischer Ethik. Ihn interessieren besonders die Probleme der zivilen Sicherheit im digitalen Zeitalter und die damit verbundenen Herausforderungen an eine zeitgemäße Sicherheitsethik. Im „Freiburg-PennState Collaboration Development Program“ hat er 2018 in diesem Kontext mit Oliver Müller (Freiburg) und Nicolas de Warren (PennState) das Projekt „Philosophy in the Age of New Wars“ eingeworben.

    Ein weiterer Interessensschwerpunkt gilt der Ausbildung personaler Identität sowie der Erforschung von personalen Nahbeziehungen, die durch die Mitgliedschaft in den DFG-Graduiertenkollegs „Freunde, Gönner und Getreue“ (2006-2015) und „Faktuales und fiktionales Erzählen“ (seit 2011) wie auch der Mitarbeit im Beirat des Deutschen Tagebucharchivs sich vertiefte und dazu führte, dass Gander als Projekt am fiph die Ausarbeitung einer Husserl-Biographie gewählt hat.

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  2. Paul Stephan studierte Philosophie, Soziologie und Germanistik an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. und dem University College Dublin. Er schloss sein Studium 2015 mit einer Magisterarbeit zum Wahrheitsbegriff beim späten Nietzsche ab, die mittlerweile als Monographie erschienen ist. Neben seinem Studium gründete er 2014 die Halkyonische Assoziation für radikale Philosophie, die u. a. die jährlich erscheinende Zeitschrift Narthex. Heft für radikales Denken herausgibt. 2017 war der Stipendiat der Stiftung Weimar Klassik mit einem Forschungsprojekt zu Nietzsches Studenten und Freunden Heinrich Köselitz alias Peter Gast und Paul Heinrich Widemann. Er gewann 2017 den zweiten Preis beim Essaywettbewerb des FIPH mit einer nietzscheanischen Analyse von Donald Trumps Wahrheitsverständnis. Seit Ende 2017 ist er Doktorand an der Albert Ludwigs-Universität Freiburg, seine von Andreas Urs Sommer und Hartmut Rosa betreute Arbeit widmet sich dem Authentizitätsbegriff bei Kierkegaard, Stirner und Nietzsche. Seit Ende 2018 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

    In den letzten Jahren hielt Paul Stephan zahlreiche Vorträge zu verschiedenen Aspekten von Nietzsches Philosophie und veröffentlichte dazu auch mehrere Texte. Forschungsschwerpunkte waren daneben Marx und Stirner. Er interessiert sich allgemein für die Geschichte der modernen Philosophie in ihrer kontinentalen Variante von Rousseau bis Derrida. Systematisch ist er an einer kritischen sozialphilosophischen Analyse der Gegenwart interessiert, insbesondere an der Konstitution von Subjektivität im neoliberalen Kapitalismus.

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  3. Christian Loos ist Doktorand am Philosophischen Seminar der WWU in Münster und wird in seiner Dissertation Ludwig und Friedrich Feuerbach. Eine kritisch-reflexive Anthropologie einer „neuen“ Leiblichkeit von Herrn PD Dr. Andreas Vieth und Prof. Dr. Dres. h.c. Michael Quante betreut. Er ist examiniert in den Fächern Geschichte, Deutsch, Philosophie und Erziehungswissenschaft und schreibt als Redaktionsmitglied der Simpliciana, der Fachzeitschrift der Grimmelshausen Gesellschaft, zu anthropologischen und volksbildnerischen Themen im Kontext der Schriften Grimmelshausens. Sein philosophisches Interesse gilt der Anthropologie und ihrer Kritik, der Religionsphilosophie, der Aufklärungs- und Vormärzphilosophie, dem Junghegelianismus sowie dem Themenfeld der conditio posthumana.

    Philosophie soll vor diesem Hintergrund eine interdisziplinäre Offenheit besitzen, den reellen Menschen mit seinen Bedürfnissen, Wünschen und Ängsten konkret fassen und für gegenwärtige sowie zukünftige gesellschaftliche Problemlagen konkrete Lösungsvorschläge entwickeln.

    Am fiph ist er CIVITAS-Stipendiat, hier soll zum einen das Dissertationsprojekt fertigstellt, zum anderen mit den Arbeiten zu einem Folgeprojekt mit dem Titel Theorie einer verleiblichten Subjektivität begonnen werden

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  4. Das Problem der Authentizität im Sinne persönlicher Selbstwerdung ist im alltäglichen Diskurs unserer Tage sehr präsent. Wir werden derart häufig und penetrant dazu aufgerufen, genau zu wissen, wer wir sind und was wir wollen, dass manche Stimmen gar von einem „Authentizitätsterror“ sprechen und dieses Ideal ganz verwerfen.

    In dem Vortrag soll kurz skizziert werden, wie sich Authentizität als spezifisch modernes Ideal im 18. Jahrhundert entwickelt hat und im 19. und 20. Jahrhundert von bedeutenden Denkern wie Kierkegaard, Nietzsche und Heidegger geradezu in das Zentrum ihres Denkens gerückt worden ist.

    Davon ausgehend soll gezeigt werden, dass es sich bei den üblicherweise vertretenen Vorstellungen von Authentizität um defizitäre Formen von Authentizität handelt, die es im Sinne eines komplexeren Verständnisses des Begriffs zu hinterfragen gilt. Entscheidend ist hierbei, Authentizität nicht als fixen Zustand zu bestimmen, sondern als dynamischen Prozess unabschließbarer Selbstaneignung in intersubjektiven Zusammenhängen. Die sich derart konstituierende unabhängige Persönlichkeit ist eine nach wie vor unabdingbare Kategorie gesellschaftskritischer Theorie und Praxis.

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  5. Teil 2 des Vortrags vom 21.11.2017 von Spax (Hannover)

    HipHop Lectures am FIPH

    Für HipHop gilt: Zur-Welt-kommen heißt Zur-Sprache-Kommen. Nur wer zur Sprache kommt, verfügt über eine Stimme - ohne Stimme keine Identität. Das jeweilige Zur-Sprache-Kommen wird in der Performanz, in der Ästhetik, im gesellschaftspolitischen Diagnosepotential, in der Erkenntniskraft und der Praxisfähigkeit offenbar.

    Die Vorträge der HipHop Lectures werden in diese Zusammenhänge einführen und sie zur Diskussion stellen.

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Forschungsinstitut für Philosophie Hannover - fiph

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