1. Schwerpunkt des heutigen Trainings ist eine bessere Balance von Jac durch Schulter herein und ein ruhiges Angaloppieren. Berni beginnt heute mit der direkten und indirekten Stellung im Schritt. Jac muss eine bessere Balance finden auch während des Stellens. Man merkt aber deutlich die Behandlung der Osteopathin vergangene Woche, er sperrt sich nicht mehr so gegen das Gebiss, und nimmt es besser an. In Rechtsstellung schiebt er mit seiner Schulter nach links. Dies wird verursacht durch seine eigene Schiefe, die nun langsam korrigiert werden muss Schritt für Schritt um Jac letztendlich gerade richten zu können. Berni lässt Jac über seine äußere Schulter ausweichen und korrigiert ihn direkt mit Schenkeldruck und bringt somit die Schulter wieder in eine bessere Position. In Folge reitet Berni viel Schulter herein zur Gymnastizierung und beendet das Schulter herein stets mit einer Volte. Sinn dieser Volte ist, dass das Pferd lernt auch nach "Schulter herein" nicht über die äußere Schulter wegzudrücken, und die innere Schulter oben zu halten. Schulter herein links herum fällt ihm durch seine innere Schiefe deutlich schwerer, dabei fällt es ihm besonders schwer das innere Hinterbein genügend weit unter seinen Schwerpunkt zu setzen. Berni reitet ein steileres Schulter rein, um Jac damit zu einem deutlicheren und stärkeren Untertreten des linken (inneren) Hinterbeins zu bringen.
    Ziel dieser Übungen ist die Gymnastizierung von Jac und letztendlich ein Geraderichten! Die Stellung und Kopfposition vernachlässigt Berni vorerst bei Jac, seine Konzentration liegen auf einer korrekten Schulterkontrolle sowie ein gutes Untertreten des jeweiligen Hinterbeines.

    Um ihn noch besser zu korrigieren und richtig zu gymnastizieren beendet er ein Schulterherein rechts herum mit einer Volte in Innenstellung, ein Schulterherein links herum mit einer Volte in Außenstellung. Das Schulterherein auf der rechten Hand fällt ihm leichter, hier reicht die Volte in Innenstellung, um zu verhindern dass er über die äußere Schulter schiebt reicht eine Korrektur mit dem Außenzügel. Das Schulterherein auf der linken Seite fällt Jac wie bereits gesagt, schwerer, hier beendet er das Schulter herein mit einer Volte in Außenstellung um so seine äußere Schulter besser kontrollieren zu können. In diesem Fall reicht der äußere Zügel alleine noch nicht aus. Dies wird nun Schritt für Schritt erarbeitet.

    Angaloppieren fällt Jac sehr schwer. Er nimmt es stets vorweg und hört nicht auf die Hilfen des Reiters. Dabei nimmt er den Kopf zu weit nach oben. Berni treibt ihn ohne anzugaloppieren solange im Schritt bis er wieder auf seine Hilfen reagiert. Außerdem fiel auf, dass Jac beim Angaloppieren den äußeren Schenkel nicht annimmt, sondern gegen diesen drückt.

    Sobald er galoppiert werden die Phasen in denen er sich selber trägt bereits deutlich länger. Er lässt sich im Galopp besser korrigieren als im Schritt. Berni arbeitet nun mit vielen Wiederholungen, um Jac ein ruhiges Angaloppieren zu lernen und auch nach dem Angalopp ruhig weiter zu galoppieren. Um ihn zu korrigieren und einen besseren Angalopp zu erreichen ist normalerweise ein Kruppe rein sinnvoll. Da Jac aber bereits schief ist, korrigiert Berni ihn durch Rückwärtsrichten und viel Geduld bis Jac wieder zuhört. Jac reagiert ziemlich abrupt auf recht leichtem Schenkeldruck in der Galopphilfe.

    Im Rechtsgalopp muss Berni auch mit dem äußeren Zügel Jac in der Innen-Stellung korrigieren, da er allein mit dem inneren Zügel sich viel zu weit im Hals biegt, also nicht in die Innen-Stellung kommt sondern darüber hinaus in eine Biegung, die nicht gewünscht ist. Somit muss Berni mit dem äußeren Zügel ihn wieder zurück positionieren. Im Linksgalopp dagegen schiebt er schon im Angalopp seine Kruppe rein, dies wird allerdings erst später korrigiert. Das Kruppe nach links verschieben resultiert ebenfalls durch seine innere Schiefe.

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  2. Seit der 6 tägigen Kurswoche wurde Jac eine Pause gegönnt, die er in einer kleinen Wallachherde auf der Koppel verbringen durfte, dazu wurde mit ihm ein leichtes Training absolviert. Das heutige Training hatte zum Schwerpunkt die richtige Balance im Galopp zu erarbeiten verbunden mit einem ruhigen Angalopp.
    Zum Aufwärmen und Lockern wurde Jac zuerst in Aussenstellung in Achtern geritten, um seine Schulter zu aktivieren. Seine Schultern sind eher träge, und werden mit dieser Übung gezielt aufgewärmt und gelockert. Anschließend wurde er im "Schulter herein" rechtsherum geritten, das jeweils in einer Volte in Aussenstellung beendet wurde. Ziel dabei ist es nach dem Schulter herein, seine äußere Schulter zu kontrollieren, gerade wenn er im Schulter herein über die äußere Schulter wegdrücken will. Das Schulter herein rechtsherum wird nun steiler als gewöhnlich geritten, um das Untertreten des inneren (rechten) Hinterbeins zu verstärken. Bisher war linksherum seine schlechtere Seite.
    Schulterherein linksherum läuft besser, hier drückt Jac nicht über die äußere Schulter weg, so dass ein Abschluss in einer Volte mit Aussenstellung nicht mehr notwendig ist. Hier zeigt sich deutlich eine Verbesserung seit Trainingsbeginn.

    Nach einer kurzen Trabphase zum Lockern und Aufwärmen beginnt die Galopparbeit. Hierbei legt Berni den Schwerpunkt in der richtigen Balance. Jac muss sich im Galopp besser selber ausbalancieren natürlich mit dem Ziel sich selber besser tragen zu können, und geradegerichtet zu galoppieren. Jac läuft schon deutlich besser im Galopp, die ersten Runden immer sehr schön, bis ihm die Kraft ausgeht, da ihm die Kondition noch etwas fehlt. Er muss nun lernen, die Phasen, in denen er sich selber trägt, in denen er schön rund und nachgiebig läuft, zu verlängern. Beim Druchparieren zum Schritt war anfangs das Problem, dass Jac über die innere Schulter gefallen ist, dies wurde mit dem inneren Schenkel korrigiert. Nun bricht er über die äußere Schulter aus, als Reaktion auf die Korrektur. Dies muss nun wieder ausgeglichen werden, in dem mit dem äußeren Schenkel und dem äußeren Zügel die äußere Schulter kontrolliert wird.

    Im Galopp linksherum trägt er sich bereits recht gut, rechtsherum fällt ihm noch schwerer. Beim Rechtsgalopp ist die Kruppe von Jac leicht nach innen verschoben. Dies korrigiert Berni indem er mit dem inneren Schenkel die Kruppe vorsichtig rausschiebt, muss aber dabei sofort mit seinem äußeren Bein und dem äußeren Zügel verhindern, dass Jac nun auch über die Schulter rausschiebt. Bernis Ziel ist es Jac zwischen seine Schenkel und Zügel zu bekommen, und ihn wie einen Ping Pong Ball dazwischen auszubalancieren.

    Nach mehrmaligen Angaloppieren fällt es Jac zunehmend schwer ruhig zu bleiben, er wird zappelig, und unruhig, versucht "davonzulaufen". Beim Angaloppieren drückt er stark gegen den äußeren Schenkel und springt vermehrt im Aussengalopp an. Hier muss mit viel Ruhe und Geduld und kurzen Einheiten dem Pferd gezeigt werden, was der Reiter will. Nach einem schönen verhältnismäßig ruhigem Angalopp wird dieses Trainingseinheit beendet.

    Berni hat bereits festgestellt, dass Trainingsinhalte bei Jac etwa nach 3-4 Tagen sich erst richtig bemerkbar machen, daher ist es wichtig, eine Übung nicht mehrere Tage durchzuführen, sondern zu wechseln, um eine sogenannte "Überkorrektur" zu verhindern.

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  3. Beim heutigen Training lagen die Schwerpunkte im Angalopp, Galopp, Aufbau des Spins, Stoppen, Rückwärtsrichten und Schulterherein.
    Schulterherein führt Jac bereits im Schritt auf beiden Händen gut aus, hier wird demnächst das Schulterherein im Trab begonnen. Hier ist eine deutliche Verbesserung zu erkennen.
    Beim Angaloppieren auf der rechten Hand drückt Jac immer noch mit seiner Kruppe nach innen, dies korrigiert Berni mit einer Volte in der er die Kruppe nach außen schiebt. Wenn Jac dies gut umsetzt, galoppiert er ihn an. Der Angalopp ist dabei immer noch ruckartig, die Ursache liegt dabei in einem menthalen Problem, das sich aber zusehends bessert. Wenn er galoppiert, trägt er sich auf der rechten Hand besser als auf der linken Hand.
    Das Angaloppieren auf der linken Hand funktioniert bereits ganz gut, er bleibt ruhig und wartet ab. Bisher drückte er gerne mit der Kruppe gegen die Schenkelhilfe nach aussen. Dies ist kein Problem mehr, er wartet auf die Hilfen und galoppiert an. Der Linksgalopp fällt ihm allerdings an sich noch schwerer die Balance zu halten und sich zu tragen.
    Auch der Aufbau zum Spin wurde weiter trainiert. Rechts herum hat Jac etwas zu viel Biegung, dafür hält er den Kopf gut und ist weich und nachgiebig im Genick. Der Reiter muss dabei darauf achten, dass der Kopf nicht zu tief fällt und er in der Vorhand schwer wird. Jac hat bereits einen guten Fluss in der Bewegung und hält die Position der Kruppe relativ gut.
    Im Spin links herum ist er gerade im Hals, er trägt den Kopf etwas höher, allerdings ist er im Genick nicht so nachgiebig. Die Schulterbewegung ist gut und flüssig.
    Im nächsten Schritt des Spin-Aufbaus wird das Neckreining begonnen, um mehr Schulterbewegung zu erreichen.
    Beim Stoppen ist er anfangs etwas träge und fällt noch auf die Vorhand. Berni korrigiert dies indem er direkt im Anschluss an den Stop Jac rückwärtsrichtet um bei Jac ein "Rückwärtsdenken" zu bewirken. Anfangs lief Jac leicht schief rückwärts, aber auch dies hat sich bereits gebessert! Insgesamt muss Jac nun mehr lernen rückwärts zu denken, und die Zügeleinwirkung muss weiter verringert werden.

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  4. Wie jede Trainingseinheit beginnt Berni Ostermaier mit dem Flexen des Halses, Prüfen der Grundfunktionskontrollpunkte und der Nachgiebigkeit von Jac. Jac macht dies bereits sehr gut, und vor allem mit Leichtigkeit.

    Als heutige Trainingseinheit wird das Manöver, der Spin aufgebaut. Dabei beginnt Berni mit einer Volte in Innenstellung. Als nächste Stufe verlangt er von Jac ein leichtes nach Innen-kreuzen mit der äußeren Vorhand! Dabei ist immer darauf zu achten dass Jac nicht seinen Vorwärtsschwung verliert, sondern sich weiter in einer Vorwärtsbewegung befindet. Der Reiter muss immer aufpassen den Sitz nicht nach hinten zu verlagern, sondern neutral zu sitzen. Nach ein paar guten Schritten, wird Jac in eine normale Volte gelenkt, und schließlich gestoppt mit einer mehrminütigen Pause.

    Berni legt beim Reinkreuzen der Vorhand das innere Bein weg vom Pferd, streckt es aber nicht nach vorne weg, da dies eine optische Blockade beim Pferd auslösen könnte. Außerdem ist ein stetiges Vorwärtsdenken des Pferdes für den Spin unerlässlich. Berni treibt mit dem äußeren Bein in dem Moment des Abfußens des äußeren Vorderbeins. Dabei muss Jac den Rythmus in der Vorhand halten.

    Ein typisches Problem ist, dass das Pferd während des nach Innen-kreuzens der Vorhand gleichzeitig mit seiner Hinterhand nach außen driftet. Berni reagiert sobald Jac mit der Hinterhand rausdriftet, in dem er die Übung beendet und ihn wieder in eine Volte lenkt. Nach ein paar Runden beginnt er die Übung von vorne.

    Sinn dieser Übung ist, dass Jac mit der Zeit lernt, Gewicht auf dem inneren Hinterbein aufzunehmen, um später im Spin schön drehen zu können.

    Bei Jac ist auffällig dass ihm das Drehen links herum schwerer fällt. Er drückt dabei gegen den Außenzügel. Berni korrigiert dies, indem er Jac ein paar Schritte in Außenstellung nach innen kreuzen lässt. Berni legt dabei den Außenzügel und den äußeren Schenkel in vorderer Position an, und Jac muss 2-3x schön kreuzen. Anschließend lässt er ihn gerade aus der Übung gehen.
    Jeder Reiter muss beachten dass ein Pferd in der Drehung bis zu 30% weniger Lungenvolumen hat, Pausen sind besonders im Training vom Spin und von Drehungen besonders wichtig.

    Nach 20min wird das Training beendet, da es für Jac sehr anstrengend ist, sowohl körperlich als auch geistig.

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  5. Das heutige Training mit Jac beginnt mit der Basisübung: Flexen des Halses. Diese Übung gehörte auch bei Jean-Claude Dysli zu einer Pflichtübung bei jedem Aufwärmen. Das Pferd muss horizontal im Hals nachgiebig und flexibel sein.

    Anschließend reitet er Jac auf Volten in Aussenstellung auf beiden Händen. Dazu reitet er 1/2 Volte in Aussenstellung, die andere Hälfte in Innenstellung. Diese Übung dient zur Kontrolle der Schulter. Eine gute Schulterkontrolle ist ein absolutes Muss. So erreicht man eine bessere Lenkung über die Schultern, es fördert besser ausbalancierte Wendungen und die Nachgiebigkeit auf Zügel- und Schenkelhilfen. Jac behält seinen Takt bereits gut, sein Kopf bleibt in der richtigen Position und er kreuzt vorne schön und regelmäßig.

    Die selbe Übung wird anschließend im Trab durchgeführt. Linksherum fällt es ihm schwer, da er mit seiner Kruppe nach innen drückt. Berni korrigiert dies, indem er vorsichtig versucht seine Kruppe nach außen zu schieben.

    Anschließend trainiert Berni mit Jac das korrekte Stoppen. Das Stoppen gehört zur Basisübung, da der Reiter jederzeit sein Pferd halten können muss, insbesondere für Ausritte! Dabei fällt es Jac oft schwer gerade zu bleiben.

    Anschließend geht es wieder an die Arbeit im Galopp. Auf der linken Hand findet er zunehmend seine Balance und weicht kaum mehr über die äußere Schulter aus. Er trägt sich auch immer weiter auf seiner Hinterhand und zeigt sich nachgiebig und durchlässig. Im Galopp auf der rechten Hand hat er noch mehr Schwierigkeiten. Dies beginnt bereits im Angalopp. Er fällt oft in den Außengalopp da er mit seiner Kruppe gegen den Schenkel drückt. Nach einer Galoppphase ist er anschließend unruhig und hippelig. Rückwärtsrichten das oft als Korrektur verwendet wird, um das Pferd rückwärtsdenken zu lassen, wurde in einer Trainingseinheit bereits ausprobiert, hat aber bei Jac eher die Wirkung gehabt, dass er noch unruhiger wurde. Er muss zuerst Vertrauen in die Arbeit fassen. Diese Korrektur mit Rückwärtsrichten kann eventuell später verwendet werden. Berni versucht immer nach einer Galoppphase eine ruhige Schrittphase einzubauen, um Jac beizubringen, dass es nach einem Galopp auch mal ruhig geradeaus im Schritt gehen kann. Sobald Berni angaloppieren will, widersetzt er sich den Hilfen und hört nicht mehr gut zu. Berni wiederholt das Angaloppieren immer wieder, bis Jac aufmerksam zuhört und ordentlich angaloppiert. Dies wird von Berni sofort gelobt. Im Rechtsgalopp trägt sich Jac nun auch schon viel besser, allerdings drückt er noch ein wenig über die äußere Schulter weg. Der Angalopp ist als solches oft noch sehr ruckartig. Dies muss vermehrt trainiert werden.

    Jac hatte anfangs mehr auf der linken Hand Schwierigkeiten. Dies wurde immer wieder korrigiert, nun hat es sich sehr gebessert, und die rechte Seite ist jetzt seine schlechtere Seite. Dies ist normal, wenn eine Seite verstärkt trainiert wird, dass die zuerst bessere Seite zur schlechteren Seite wird.

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Ausbildung von Jac über ein Jahr

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