1. Der Schachtarbeiter Pawel Lisjanski ist im Donbass geboren und hat sein ganzes Leben dort verbracht. Seit Jahren widersetzt er sich dem korrupten System und kämpft aktiv für Arbeiter- und Menschenrechte. Trotz harten Gegenwinds gründete er eine unabhängige Gewerkschaft und leitet seit einem Jahr die "Ostukrainische Gruppe für Menschenrechtsschutz" - mit Unterstützung der deutschen Rosa-Luxemburg-Stiftung. Im Schacht arbeitet er weiterhin.

    Die Kriegshandlungen haben die ohnehin existierenden sozialen Probleme im Donbass verschärft: Wenn Arbeiter ihre Löhne nicht erhalten, Stadtwerke überhöhte Stromrechnungen stellen oder die Auszahlung von Renten unter fadenscheinigen Gründen verweigert wird - dann helfen Pawel und seine Kollegen als ehrenamtliche Helfer weiter - auch mit juristischer Kompetenz.

    Die Menschenrechtler selbst blieben vom Kriegsgeschehen freilich nicht verschont: als ihre Heimatstadt Debalzewo eingekesselt wurde, mussten die Aktivisten ihr Büro zurücklassen und nach Lisitschansk ziehen, eine von der ukrainischen Armee gehaltene Großstadt in unmittelbarer Nähe zur Front. Der Alltag im Kriegsgebiet zehrt an der Substanz der Helfer.

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  2. Der Anarchosyndikalist Iwan Schmatko war Mitglied der studentischen Gewerkschaft ‘Direkte Aktion’, die unter anderem für eine Demokratisierung des ukrainischen Bildungswesens eintrat. Er beteiligte sich kritisch-solidarisch an den Maidan-Protesten, die seiner Ansicht nach die Ausbildung einer Diktatur verhindert haben.

    Heute sieht Iwan Schmatko den durch den Krieg befeuerten Nationalismus als ein großes Problem der Gesellschaft an, aber auch bestimmte Bestrebungen der aktuellen Regierung, neoliberale Reformen durchzuführen. Kritisch beurteilt er auch Linke, die sich aus Sowjetnostalgie mit den autoritär-reaktionären ‘Volksrepubliken’ solidarisieren.

    kiew x20 - 20 Interviews mit kulturellen, sozialen und politischen Aktivist*innen in Kiew
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  3. Maksym Butkewytsch unterstützt mit der antirassistischen Initiative „No Borders Project“ seit vielen Jahren Flüchtlinge, die in der Ukraine Asyl beantragen. Während der Maidan-Proteste besetzte er gemeinsam mit anderen Aktivist*innen die Einwanderungsbehörde. Heute fliehen viele Menschen von der Krim oder aus den umkämpften Gebieten im Osten nach Kiew.

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  4. Der 1982 in Kiew geborene Künstler und Aktivist Nikita Kadan kritisierte die politischen Verhältnisse in der Ukraine schon lange vor den Maidan-Protesten. Er nutzt Skulptur, Gemälde, Zeichnung, Installationen und Interventionen in öffentlichen Räumen, um eine Bewusstsein zu schaffen für die Vorgänge im post-sowjetischen Raum.

    Bereits 2004 trat Nikita Kadan als Mitbegründer des Kollektivs R.E.P. (‘Revolutionary Experimental Space’) in Erscheinung. Seine Solo-Arbeit ‘Procedure Room’ von 2012 thematisierte Folter bei Polizei und Militär. 2013 war er Mitinitiator eines Kunststreiks gegen Zensur. Im vergangenen Jahr gewann Kadan den Special Prize des Future Generation Art Prize.

    Website von Nikita Kadan http://nikitakadan.com/cveng/
    Nikita Kadan auf Facebook https://www.facebook.com/nikita.kadan
    Pinchuk Art Center http://pinchukartcentre.org/en/exhibitions/vote/fgap_2012/19709
    Souvernirs vom Staat (Blouin Artinfo über ‘Procedure Room’) http://de.blouinartinfo.com/news/story/823323/souvenirs-vom-staat-der-ukrainische-k%C3%BCnstler-nikita-kadan-%C3%BCber-folter-als-alltag
    Blacked Out in Ukraine (Guernica Mag zum Kunststreik 2013) https://www.guernicamag.com/art/blacked-out-in-ukraine/
    Future Geration Art Prize 2014 http://futuregenerationartprize.org/de

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  5. Maryna Lysak ist aktiv in der jüdischen Gemeinde Kiews und der Hilfsorganisation "Everybody Can". Sie sorgt dafür, dass Verwundete aus den umkämpften Gebieten medizinische Hilfe im Ausland bekommen, unter anderem in Israel. Facebook-Seite von "Everybody Can": https://www.facebook.com/can.help.ua

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