VORTEX 24 HRS BERLIN

Media-Art Award 2000, ZKM Karlsruhe

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VORTEX 24 HRS BERLIN

Media in Motion

A spiralling corridor was drawn over a map of Berlin, deliniatng the course of an imaginary 24 hour day. Devided in 24 hourly segments, the path leads from the eastern periphery of the city, tapering towards the center (12 noon), outwards, to halt at…


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A spiralling corridor was drawn over a map of Berlin, deliniatng the course of an imaginary 24 hour day. Devided in 24 hourly segments, the path leads from the eastern periphery of the city, tapering towards the center (12 noon), outwards, to halt at its western fringes at midnight.

Hourly segments were allocated (drawn by lot), to a composer and video artist who set out on the 21st of June '96 to record visual and audio material from their respective segments - 4 alloted to each artist - as the basis for the composition.

No place and no time have preference because they might be more spectacular or appear more interesting than others. The project aims not for a complete portrayal but rather observances, passing glances, insights, listening, and spontaneous interventions, evoking mood and variety of places as a fragmentary juxtaposition. Previewing of shooting locations was not planed, thus corresponding to the overall chance element; the challenge being to work solely with gathered material to be condensed into a seperate two and a half minute music and a video composition for each section.

1. Linear Installation: The artists' swirliing path through the city may be followed chronologically in a line of a 24 monitor installation or in this video-tapes, where music and video of each segment of the city synchronize.

2. Non-linear Installation: after passing through the linear part of the installation one reaches an interactive space.

In this installation, based on the city segments described, all times and places, all the images and the compositions exist simultaneously.

Through an interface, a virtual 24 sided dice all 24 times 24 possible combinations of music and video compositions are available at random access. Sound and image are recombined yielding an other, a new reference of meaning.

Navigation through the `stock' of visual-acoustic material allows for other routes to be searched and alternative destinations to arrive upon.

Image and sound order collide, then again may harmonise unexpectedly. By chance or conscious rearrangement something new will result.

Vortex. 1. any whirling motion or mass.

2. a system, occupation, pursuit, etc., swallowing-up or engrossing those who approach it.

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"Was nennt man beobachten? Sich in die günstige Lage zu versetzen, gewisse Eindrücke zu empfangen, mit der Absicht etwa sie zu beschreiben."

Ludwig Wittgenstein

Wechselnde Aspekte in einem imaginären Tagesablauf. Die Stadt setzt sich im Blick auf die verschiedenen Teile zusammen. Zeit- und Aspektwechsel als Annäherung an topographische Ausschnitte der Stadt Berlin. Eine Spirale von der Peripherie zum Zentrum und zur Peripherie. Die Ränder bewegen sich in das Zentrum, das Zentrum driftet zum Rand.

Über den Stadtplan wird ein Raster gelegt, welches 24 Zeit und Ort Segmente definiert. Der Tag beginnt um 0 Uhr am östlichen Rand der Stadt. Einer Spiralform folgend wird die Stadtmitte um 12 Uhr Mittags erreicht und am Tagesende die westliche Peripherie.

Aus jedem Segment wurden einzelne Orte ausgewählt und mit Video und Ton dargestellt. Jedem Ort wird die Länge von 2,5 min. sowohl für die Videosequenzen als auch für die musikalische Komposition zugeordnet. Kein Ort und keine Zeit werden so bevorzugt, nur weil sie spektakulärer oder interessanter erscheinen könnten als andere. Das Projekt will keine vollständige Darstellung, sondern eher Konturen aufzeigen; Einblick, Beobachtung, Hören und Intervention sollen Stimmungen und Vielfältigkeit der ausgewählten Orte als ein fragmentarisches Nebeneinander übermitteln.

Alle Video -und Tonaufnahmen wurden am längsten Tag des Jahres, dem 21. Juni 1996 zu den entsprechenden Zeiten an den ausgewählten Orten aufgezeichnet. Eine Recherche fand nicht statt, da erst kurz vorher die Segmente ausgewürfelt wurden. Bewußt ist mit kleinem aber professionellem Equipment aufgenommen worden, um das originäre, zufällige, und nicht erwartete dokumentierend einzufangen. Als Ergebnis sind eigenständige audiovisuelle Kompositionen entstanden, welche die Orte als eine visuell-akustische Collage porträtieren.

"Wir sind in der Epoche des Simultanen, wir sind in der Epoche der Juxtaposition in der Epoche desNahen und des Fernen; des Nebeneinander, des Auseinander. Wir sind in einem Moment. wo sich die Welt weniger als ein ein großes sich durch die Zeit entwickelndes Leben erfährt, sondern eher als als Netz, das seine Punkte verknüpft und sein Gewirr durchkreuzt." Michael Foucault

In der Installation sind alle Orte, Zeiten, Bilder und Kompositionen gleichzeitig gegenwärtig. Multiple Affinitäten werden über ein Interface erfahrbar gemacht, das das aleatorische Prinzip des Würfelns aufnimmt und so eine nicht vorherbestimmbare Rekombinatorik von Bild und Ton erzeugt. Das Zentrum erklingt in den Bildern der Peripherie und Musik der Peripherie erhallt in den Bildern des Zentrums. So ergeben sich neue Erlebnis -und Sinnbezüge (Ähnlich dem Kuleshov-Effekt) als vielfältig komplexe Verknüpfung der Segmente.

"Es geht nicht von A nach B, sondern dreht in Schleifen, in Spiralen. Es kommt darauf an, Bild-Ton- oder Ton-Ton- oder Bild-Bild-Beziehungen herzustellen, die assoziativ und in der Aussagenlogik nicht vorherformulierbar sind." Harun Faroqui

So wird eine Montage möglich, die vom Auge zum Ohr und wieder zurück verläuft. Ton- und Bildfolgen kollidieren, harmonieren. "1+1=3" Eisenstein

An den Nahtstellen ensteht durch Zufall oder den bewußten Eingriff des Rezipienten aus dem Aufeinanderprallen etwas Neues.

"Gehen heißt, sich erinnern. ... In jedem Augenblick Erinnerung an Dinge und Erinnerung an Relationen und zugleich Anpassung an das Gegenwärtige." Paul Valery

Shout Box

  • Lieber Analog | Tom Kretschmer

    vimeo.com/210772989

    A CinePoem of Berlins trainstation Ostkreuz before the gigantomanic reconstruction 2005-2007.
    The film bespeaks the loss of atmosphere, individuality and social ties, suggests that there is a difficult path to be taken between the trade-offs of necessary change and the preservation of evolved structures. It is an attempt to memorialize in poetic images this decrepit and yet so charming train station at Ostkreuz.

    by Lieber Analog | Tom Kretschmer

  • vlsvideomappingtrophy

    Hello,
    Check out the International VLS Video Mapping Trophy. vlsvideomappingtrophy.com

    by vlsvideomappingtrophy

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