Post-Migration?

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LÖ BAL ALMANYA

Ein musikalisches Schauspiel
Von Nurkan Erpulat und Tunçay Kulaoglu

Die wunderbaren Ensemblemitglieder aus München, Köln, Hamburg, dem Schwabenland und Berlin-Zehlendorf, meist leidenschaftliche Wanderer mit Migrationsvordergrund, begeben sich in Lö Bal Almanya auf eine Zeitreise durch fünf denkwürdige Dekaden. Rund 50 Jahre nach dem berühmten Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei zeigt dieses musikalische Schauspiel mit verschollen geglaubtem Liedgut und dokumentarischem Material, warum die offizielle Geschichte der Arbeitsmigration in deutschen Landen eine erbärmliche Untertreibung ist.

Sie singen sich die Seele aus dem Leib und reden sich in Rage, um Antworten auf all die wichtigen Fragen zu finden: Warum bekam der millionste Gastarbeiter 1964 ein Moped geschenkt und keinen Feuerlöscher, wie ursprünglich geplant? Ist die Behauptung, die Berliner Mauer wäre auf die Köpfe der Türken gefallen, eine anatolische Lebenslüge? Welches Mindestalter muss ein Moslem haben, um für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen werden zu können? Und woher kommt die Unlust der Kandidaten für die deutsche Staatsbürgerschaft, das geniale Erfolgsrezept der ehrenamtlichen Integrationshelden aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport zu übernehmen?

Regie: Nurkan Erpulat

Mit: Melek Erenay, Katharina Koch, Tobias Schwencke, Muri Seven, Tim Seyfi / Peter Becker, Sesede Terziyan, Cem Sultan Ungan, Michael Wenzlaff, Mehmet Yilmaz

Musikalische Leitung: Tobias Schwencke

Ausstattung: Justus Saretz
Kostüm: Lea Walloschke
Dramaturgie: Tunçay Kulaoglu
Ausstattung: Justus Saretz
Lichtdesign: Hans Leser
Kostüm: Lea Walloschke

Maske: Adriana Metzlaff, Semra Güzel-Kader
Produktionsleitung: Çagla Ilk, Kathi Bonjour (2011)

Regieassistenz: Paulina Papenfuß
Dramaturgieassistenz: Marion Meyer
Ausstattungsassistenz: Sebastian Simon
Kostümassistenz: Lena Buchwald

Eine Produktion von Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße. Erstproduktion gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Schering Stiftung.

j vimeo.com/16220419

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