1. Pelléas und Mélisande (Schauspiel mit Musik nach Maurice Maeterlinck, Regie: David Marton)

    03:13

    from Volksbühne Berlin / Added

    195 Plays / / 0 Comments

    "Der Wendepunkt des Lebens ist der, wo man keinen Daseinsgrund mehr sucht. Was wäre das Leben ohne den Tod? Wer wagte es zu leben? Denn allein die Furcht vor dem Tode hilft uns das Leben bis zur Einöde des Alters verlängern." König Arkel versammelt in seinem Schloss drei Generationen seiner Familie. In unbestimmter Zeit und in einer Umgebung, in der man nur erahnen kann, dass dort auch arme Landleute, Greise und Dienerinnen ein Dasein fristen, das noch nie für ein Drama getaugt hat, lebt er in einem Schloss mit seiner Schwiegertochter Geneviève, der Mutter seiner Enkel, den Halbbrüdern Pelléas und Golaud und dessen kleinem Sohn Yniold, der ohne seine verstorbene Mutter aufwächst. Golaud trifft im Wald auf eine fremde junge Frau und überredet sie, bei ihm zu bleiben. Über seinen Bruder Pelléas erlangt er die Zustimmung Arkels Mélisande als seine zweite Ehefrau in das gemeinsame Heim zu führen. Obwohl es Pelléas in die fremde Welt zieht, was Arkel strikt zu verhindern weiß, entwickelt sich ein offenbar tiefsinniges Verständnis zwischen ihm und Mélisande, das die Eifersucht ihres Ehemanns erregt. Golaud beobachtet die Liebenden und erschlägt seinen Bruder Pelléas im Zorn. Mélisande gebiert Golaud eine Tochter und stirbt ohne Grund. 1892 schreibt der berühmte belgische Autor mit dem leidenschaftlichen Hang zur Metaebene Maurice Maeterlinck das Schauspiel „Pelléas und Mélisande“, das in revolutionärer Manier gegenüber dem naturalistischen Theater, die Wirklichkeit explizit als etwas Geheimnisvolles und nicht zu Enträtselndes begreift. Bereits ein Jahr später wird das Stück in Paris uraufgeführt und schreibt sich als symbolistisches Hauptwerk in die Theatergeschichte ein. Über vierzig Jahre später, vor jetzt achtzig Jahren veröffentlicht Maeterlinck 1934 den Prosatext „Vor dem großen Schweigen“, der auf mehrere ausladende essayistische Werke folgt, in denen sich Maeterlinck als philosophischer Denker an den wesentlichen Grundfragen des menschlichen Daseins – damals wie immer Seele, Tod, Mysterien und nicht zu vergessen, Alltagsprobleme – abarbeitet. Die Bilanz des mittlerweile über siebzigjährigen Literaturnobelpreisträgers fiel eindeutig aus: „Die meisten Menschen leben nur, um nicht zu sterben. Hat die Menschheit nicht zwei Jahrtausende lang alle Mysterien, das heißt alle Kindereien und Widersinnigkeiten hingenommen, die man dem Gott der Juden, Christen und Mohammedaner zuschrieb? Warum nicht in Erwartung eines Besseren das Unerklärliche eines Weltalls hinnehmen, das wir kaum zu erforschen beginnen? In meinem Jugenddrama „Pelléas" sagt Arkel: „Wäre ich Gott, ich hätte Mitleid mit dem Menschenherzen." Heute, in meinem Alter, ließe ich Arkel sagen: „Wäre ich Gott, ich schämte mich, die Menschen geschaffen zu haben."

    + More details
    • Verbrennungen (von Wajdi Mouawad, Regie: Carolin Mylord)

      06:09

      from Volksbühne Berlin / Added

      172 Plays / / 0 Comments

      Verbrennungen ist wie eine mathematische Versuchsanordnung, ein Gedankenexperiment oder abstrakte Turingmaschine, die das Schicksal einer Familie zwischen Vergessen und Erinnern in einem der krassesten geopolitischen „Hotspots“ nach Ende des 2. Weltkrieges abtastet. Die Mutter Nawal – Sekretärin des Notars Hermile – stirbt. Jahrelang hat sie schon nicht mehr gesprochen. Ein Pfleger zeichnete ihr Schweigen auf Magnettonbandträgern auf. Als letzten Willen verfügt sie, ihren Zwillingskindern, Jeanne und Simon, jeweils zwei Briefe zu übergeben. Einen an einen ihnen bisher unbekannten Bruder und einen an ihren Vater, von dem die Kinder dachten, er sei tot. Das Ergebnis ist eine ödipale Rekursion. Sie verweist auf ein älteres Vorbild und eine geographische Versetzung: auf den Tantalidenmythos, nun im Nahen Osten. Auch hier ein verheerender Kreislauf. Ein Verbrechen schafft Opfer, generiert Rache, es folgt Verbrechen, schafft Opfer – über die Generationen hinweg. Die Handlung lässt sich dechiffrieren. Sie lässt sich beschreiben und reale historische Fakten treten kurz hervor. Da ist nicht nur das Thema der palästinensischen Flüchtlinge im Libanon; deutlich sind auch die Anspielungen auf das Bus-Massaker 1975 in West-Beirut im Viertel Ain El Remmaneh, auf den Einmarsch der Israelischen Armee 1982 im Südlibanon, auf das Massaker verübt an den Palästinensern in den Flüchtlingslagern von Sabra und Schatila. Der in Kanada lebende Autor Wajdi Mouawad löst jedoch nicht auf im historisch Konkreten; er erzählt nicht von Christen, nicht von Palästinensern, er nimmt nicht den einen oder den anderen Gott in alleinige Verantwortung. Es scheint, als spiele es für Mouawad keine Rolle, wer in einer Kette von Gewalt das letzte Glied von Verbrechen dazugesetzt hat, welcher Glaube, welche Ethnizität es war. Die Grundfrage lautet: wie ausbrechen aus dem von Generation zu Generation fortgesetzten Kreislauf von Schuld und Sühne?

      + More details
      • Hauschka in Berlin (Volksbühne) 3 of 4

        00:33

        from bethany newman / Added

        6 Plays / / 0 Comments

        19 Sept 2014 – Following the release of his new album “Abandoned City", Hauschka performed a concert at the Volksbühne in Berlin. From wooden sticks and pieces of felt to tape strips and ping pong balls, Hauschka gave us an unexpected world of sounds with the piano.

        + More details
        • Hauschka in Berlin (Volksbühne) 1 of 4

          00:33

          from bethany newman / Added

          6 Plays / / 0 Comments

          19 Sept 2014 – Following the release of his new album “Abandoned City", Hauschka performed a concert at the Volksbühne in Berlin. From wooden sticks and pieces of felt to tape strips and ping pong balls, Hauschka gave us an unexpected world of sounds with the piano.

          + More details
          • Hauschka in Berlin (Volksbühne) 2 of 4

            00:39

            from bethany newman / Added

            4 Plays / / 0 Comments

            19 Sept 2014 – Following the release of his new album “Abandoned City", Hauschka performed a concert at the Volksbühne in Berlin. From wooden sticks and pieces of felt to tape strips and ping pong balls, Hauschka gave us an unexpected world of sounds with the piano.

            + More details
            • Killer Road [Live] - Featuring Patti Smith & Jesse Paris Smith

              13:39

              from Soundwalk Collective / Added

              1,150 Plays / / 1 Comment

              Soundwalk Collective performs Killer Road live at Volksbühne in Berlin, on October 26th 2014, with Patti Smith and Jesse Paris Smith, live visuals by Tina Frank. Filmed and edited by Barbara Klein. ::::::::::::::::::::::::: Killer Road is a sound exploration of the tragic death of Nico, Velvet Underground vocalist and 60s icon, while riding her bike on the island of Ibiza in the summer of 1988. A hypnotic meditation on the idea of perpetual motion and the cycle of life and death, the composition features Patti Smith lending her unique voice to the last poems written by the artist. Soundwalk Collective and Jesse Paris Smith use a travel log of field recordings, harmonics, and samples of Nico's signature instrument, the harmonium, to create a magnetic soundscape.

              + More details
              • Nils Frahm & Stargaze (In C by Terry Riley)

                01:00:16

                from NilsFrahm / Added

                19.8K Plays / / 8 Comments

                In 2014, stargaze’ first long-weekender kicked off - stargaze presents, at the Volksbühne-am- Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, on 14-16 February. The three evenings were carefully curated and organized by stargaze, inviting and presenting artists close to their hearts and performing unique collaborations. Every day another performance of stargaze’ signature-piece - In C by Terry Riley - was re-interpreted by chosen artists, amongst them Nils Frahm who highlighted the Friday evening and presented his very own interpretation of In C, together with stargaze. Musicians: Piano/Harmonium/Synths - Nils Frahm Violin - André de Ridder Viola - Sarah Grubinger Viola da Gamba - Liam Byrne Double bass - Lisa De Boos Piano - David Six Flute - Maaike van der Linde Oboe - Marlies van Gangelen Clarinet - Sacha Rattle Bass clarinet - Miguel Pérez Iñesta Horn - Morris Kliphuis Percussion - Sven Kacirek stargaze: Artistic Lead - André de Ridder General Management/ Head of Production - Merle Scheske Documentation - Emanuel Florakis Sound Design - Ber Quinn, Conrad Hensel Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz: artistic lead Musikbühne - Christian Morin Video artist: Lucy Milanova (with André Sauer) Mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds

                + More details
                • PENDEL

                  01:24

                  from doris streibl / Added

                  + More details
                  • Reden: Abgeguckt #2 - Der Zoom

                    01:39

                    from Volksbühne Berlin / Added

                    198 Plays / / 0 Comments

                    Mit Alejandro Bachmann, Bernd Schoch, André Siegers und Stefan Pethke als Gast Bilder lassen sich nicht aufklären, sie wollen nur erobern, hinaus aus dem Kino, hinein ins Leben. Dahinter steckt noch nicht einmal ökonomisches Kalkül. Nur Expansion. Die Geschichte der Filmtheorie ist nichts als eine gescheiterte Zivilisationsgeschichte, gestehen wir also den Bildern das Barbarische zu, lassen wir uns von ihnen überwältigen. Geben wir den Bildern die Bilder zurück. Bachmann, Schoch und Siegers servieren ausgewählte Film- und Bewegtbildfragmente, um in eben dieser Form eine Antwort darauf zu erhalten – von ihren Gästen. #2 - Der Zoom Was ist die Schwabbellinse? So steht es geschrieben: “Schwabbellinse” – James O. Incandenzas letzter, von niemandem, der noch Zeugenschaft abzugeben in der Lage wäre, gesehener und für immer verschollener Film „Unendlicher Spaß“ sei mit eben dieser gedreht worden. Vielleicht ist diese ja eine Weiterentwicklung der Gummilinse a.k.a. des Transfokators a.k.a. Vario Objektivs a.k.a Zooms? Und vielleicht können wir uns entlang des Zooms und seiner zauberhaften Spuren – vom exzessiven Gebrauch Anfang der 60er zum rhythmusgebenden Element im Kung-Fu Kino der 70er bis zum Lieblingstool ganzer Generationen von Amateurfilmern – ja ein Bild der Zukunft machen? Denn das ist doch die zentrale Botschaft dieser optischen Wundernudel, die nicht zufällig Google’s weapon of choice für die Navigation seiner Weltkarte geworden ist: “Warum in die Welt gehen, wenn die Welt auch zu mir kommen kann?” Über diese und andere Aspekte spricht Abgeguckt am 16. Dezember mit Filmforscher-, Kurator und Untertitelspezialist Stefan Pethke.

                    + More details
                    • Fabrik | Trailer #3

                      01:25

                      from Volksbühne Berlin / Added

                      364 Plays / / 0 Comments

                      Projektionen von Thomas Heise Die Tradition der Volksbühne als Filmset und Produktionsort für Filme beginnt mit Max Reinhardt und Erwin Piscator, die Großprojektionen ins Bühnengeschehen montierten. George Grosz entwarf für die Inszenierungen „Das trunkene Schiff“ und „Der brave Soldat Schwejk“ Projektionsgraphiken, die Filmpionierin Lotte Reiniger zeigte ihren bahnbrechenden Animationsfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ erstmals an der Volksbühne. Das war vor 90 Jahren. Während der Intendanz des Schweizer Regisseurs Benno Besson gab es eine eigene Filmabteilung, die, vorwiegend auf 16mm, sowohl Inszenierungen als auch das tägliche Arbeitsleben der Volksbühnen-Mitarbeiter filmte. Mit „Die Ausnahme und die Regel“ – ein Porträt der Regie-Arbeit Benno Bessons mit Laienspielern einer Brigade des volkseigenen Glühlampenwerks NARVA und Arbeitern eines Turiner Betriebes − wurde ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte von Theater in der DDR überliefert. Das war vor 40 Jahren. Frank Castorf inszeniert Dostojewskis „Idiot“ in kaum einsehbaren Straßenzügen und Zimmerfluchten, vor denen das Publikum in Schachteln sitzt und auf den Leinwänden projizierten Videoschlachten der Schauspieler zusieht. Aus dem Theater, das sichtbar nur auf Projektionsflächen stattfindet, wird später noch ein Film. Das war vor zehn, zwölf Jahren. 100 Jahre Volksbühne sind uns Anlass mehr als genug, dieses filmische Vermächtnis – und das Theater selbst – im Film zu zeigen. Thomas Heise hat diesen Film gemacht. In Einzel- und Mehrfachprojektionen zeigt er Bilder und Töne aus dem Innern des Theaters, der Fabrik – der Volksbühne. Ausgehend von den über 230 Mitarbeitern und Künstlern, deren eindringliche, stumme Porträts des Jahres 2014 für alle stehen, die in den vergangenen 100 Jahren hier gedacht, gearbeitet, gelebt haben, sind Filmbilder aus Archiv und Gegenwart eines Apparats, der seit 100 Jahren in ähnlichen Abläufen funktioniert, in dieser Konstellation erstmals zu sehen.

                      + More details

                      What are Tags?

                      Tags

                      Tags are keywords that describe videos. For example, a video of your Hawaiian vacation might be tagged with "Hawaii," "beach," "surfing," and "sunburn."

                      The more you know…

                      Vimeo Video School

                      Check out these lessons to learn how to make videos about volksbühne:

                      Vimeo Video School has awesome lessons and video tutorials to help you get started making better videos.