Mia Diekow

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Mia Diekow
Sie ist jung, quirlig und strotzt nur so vor Energie. Ist Sängerin. Und macht es sich mit ihren Liedern nicht einfach. Weil sie es sich nicht einfach machen kann; denn wer, wie die Hamburgerin Mia Diekow, in der Lage ist, so präzise zu beobachten, der sucht dafür auch nach einem entsprechend eindringlichen und klaren Ausdruck. „Ich liebe die deutsche Sprache wegen ihrer Genauigkeit, ihrer auffallend präzisen und überaus direkten Worte“, sprudelt es aus ihr heraus, „Der Klang ist hart, doch die Schönheit liegt in der Bedeutung. Man kann Gefühlszustände und die Unfassbarkeit der Dinge sehr poetisch beschreiben.“
Aus den noch unscharfen Protokollen ihrer Beobachtungen entwickelt sich langsam Bild um Bild, die Konturen werden schärfer. „So werden Buchstaben provoziert, aus denen dann Worte und letztendlich ganze Geschichten werden“, erklärt Mia Diekow, „wenn es kommt, muss ich es nur aufschreiben. Meist kommt zuerst der Text. Und im Text liegt schon sehr viel Melodie.“ Mia tastet sich vor und fühlt die Töne bis das Stück singt.
Solche Texte fordern Musik, die den Raum dafür aufmacht. Das können große, aufwühlende Melodien, die mit mächtig Vollgas unterwegs sind - aber auch die leise Reflektion. Den Texten mit emotionalem Tiefgang, schneidert Mia Diekow ein Melodiegewand, das geprägt ist durch einen warmen, rollenden und meditativen Klang. Wie aus einem großen Baukasten nimmt sie Versatzstücke aus Soul, Blues, Pop, Elektronika und Jazz und baut sich daraus ein Haus, das sich rechten Winkeln und den Gesetzen der Physik zu entziehen scheint. Dabei wird sie voll und ganz einer ihrer Textzeilen gerecht: „Komm, wir fegen deine Splitter zusammen, keine Angst, dass irgendwas nicht zusammenpasst.“
Mia sitzt gern und bewusst zwischen den Stühlen, im Spannungsfeld zwischen laut und leise, starken Gefühlen und kleinen, zerbrechlichen Bildern, Pop und Indie. Sie beschreibt sich und ihre Musik als dunkelbunt.

Den eigenen Ideen vertrauen und sie reifen lassen, das nimmt Mia Diekow für ihre Lieder und für sich in Anspruch. Um gleichfalls Spontaneität und den Moment zu umarmen. Daraus erwächst eine Sprache, ein Sound, eine Stimme, die sich in jedes Unterbewusstsein frisst und gleichzeitig Gänsehaut erzeugt. Es gibt Künstler, die erzählen jedem von ihrer dringlichen Botschaft. Für Mia Diekow ist das nichts: Sie will, dass ihre Musik und ihre Texte für sich selbst sprechen. Und das tun sie. Laut und vernehmlich.

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  1. martin de thurah
  2. Bryn Chainey
  3. Andrew Thomas Huang